Mehr brandenburgische Schülerinnen und Schüler sollen für Gastschulaufenthalte an polnischen Schulen gewonnen werden - Bewerbungsfrist für interessierte Schüler verlängert
Die Zahl der brandenburgischen Schülerinnen und Schüler, die ein Schuljahr an einer polnischen Schule verbringen, soll mit gezielter Werbung und Teilstipendien im Schuljahr 2006/2007 ausgeweitet werden. Die Bewerbungsfrist für ein Teilstipendium für einen Gastschulaufenthalt wurde deshalb verlängert und auf den 15. März 2006 festgelegt.
12.02.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg"Ein Schulbesuch im Ausland trägt zur Horizont- und Kompetenzerweiterung bei; er bietet optimale Voraussetzungen für das Erlernen einer Fremdsprache und er fördert die Selbstständigkeit der Jugendlichen", sagt Bildungsminister Holger Rupprecht. *Ein Schulbesuch im Ausland kann ein Beitrag zur Toleranzerziehung sein, weil er individuell erfahrbar macht, dass der Umgang mit Fremdem und Fremden keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung ist. Wir wollen mit dieser Maßnahme gezielt die ohnehin guten Bildungskontakte zu unserem Nachbarland ausbauen."
Mit zwei Maßnahmen hat das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im vergangenen Schuljahr begonnen, die Zahl der brandenburgischen Schülerinnen und Schüler, die ein Schuljahr an einer polnischen Schule verbringen wollen, zu erhöhen - mit Erfolg. Ein Stipendienprogramm und eine Broschüre, in der besonders geeignete Schulen im polnischen Grenzbereich vorgestellt werden, sollen Entscheidungshilfen sein. Die Broschüre *Ein Gastschuljahr in Polen - Polnische Schulen stellen sich vor" präsentiert acht attraktive und in der Aufnahme ausländischer Gäste erfahrene Gastschulen in Polen. Die Broschüre enthält darüber hinaus wichtige organisatorische Hinweise und den exemplarischen Erfahrungsbericht eines Schülers, der mit vorsichtiger Skepsis nach Polen ging und begeistert zurückkam. Diese Broschüre kann auch vom Bildungsserver unter www.bildung-brandenburg.de/bbs/inter/partner/polen/pdf/gastschuljahr.pdf heruntergeladen oder telefonisch (0331/866-3588) angefordert werden. Beratung und Unterstützung erfahren Interessenten aber ebenso durch den Oberstufenkoordinator an der Schule und durch die staatlichen Schulämter.
Das Bildungsministerium unterstützt unter bestimmten Voraussetzungen Gastschulaufenthalte von brandenburgischen Schülerinnen und Schülern in Polen und anderen Ländern Mittel- und Osteuropas durch Bereitstellung von Teilstipendien - Details dazu lassen sich telefonisch gleichfalls unter 0331/866-588 erfahren. Bis zu zehn Stipendien à 1.500 Euro werden für diesen Zweck jährlich bereitgestellt. Die Bewerbungsfrist für ein Teilstipendium für das Schuljahr 2006/2007 endet am 15. März 2006.
Gezielt geworben und durch das MBJS mit Teilstipendien unterstützt, entschieden sich Anfang 2005 acht brandenburgische Schülerinnen und Schüler für ein Aus-landsjahr in Polen, das sie im laufenden Schuljahr 2005/2006 dort absolvieren. Die Gesamtzahl derjenigen, die derzeit einen Gastschulaufenthalt in Polen absolvieren, dürfte bei etwa 15 liegen. Mit den Unterstützungsmaßnahmen der Broschüre und der Teilstipendien versucht das Bildungsministerium, diese Zahl in den kommenden Jahren zu erhöhen.
Für ein Schuljahr in Polen spricht vor allem der Vorzug der geografischen Nähe. Die Entfernungen erlauben es den Jugendlichen, schon im Vorfeld einiges in Au-genschein zu nehmen und erste persönliche Absprachen zu treffen. Des Weiteren ist ein Schulaufenthalt in Polen im Vergleich zu entfernten Ländern weitaus kos-tengünstiger, besonders im Hinblick auf die Reise- und Lebenshaltungskosten.
Für ein Gastschuljahr in Polen sind gute Polnisch-Kenntnisse zweifellos von Vor-teil. Es gibt aber durchaus auch die Möglichkeit, mit weniger profunden Polnisch-Kenntnissen den Schulbesuch anzutreten. Weil ein Schuljahr im Ausland einen organisatorischen und zeitlichen Vorlauf braucht, muss mit seiner Vorbereitung bereits frühzeitig in der Jahrgangsstufe 10 begonnen werden. Für Polen gilt dies insbesondere deshalb, weil es kaum vermittelnde Austauschorganisationen gibt. Hier sind, wenn auf die Dienste einer Austauschorganisation verzichtet wird, also mehr Eigenregie und -initiative, aber zugleich Zeit erforderlich.
Keine Kommentare vorhanden