Mehr Informatikunterricht an Schulen gefordert
(bikl/idw) Nach neuesten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes haben im Wintersemester 2006/2007 erneut 5% weniger junge Leute ein Studium der Informatik aufgenommen. Nach dem Höhepunkt im Jahr 2000 mit rund 38.000 Studienanfängern in der Informatik haben zum Wintersemester 2006/2007 nur noch rund 28.350 Studierende ein Informatikstudium begonnen.
30.11.2006 Artikel"Dieser Rückgang ist dramatisch und erfordert ein konzertiertes Handeln", erklärte jetzt der Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) Matthias Jarke. Auch wenn demografische Faktoren sowie die Erhebung von Studiengebühren sicher Einfluss auf die Erstimmatrikulationen habe, sei ein weiterer Rückgang von 5% in der Informatik nicht hinnehmbar. "Gut ausgebildet Informatikerinnen und Informatiker haben nach wie vor hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt", so Jarke. Darüber hinaus sei es für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gerade in Schlüsselbranchen wie der Automobilindustrie wichtig, ausreichend eigenen IT-Nachwuchs zu haben.
Als eine Möglichkeit, die Studienanfängerzahlen in der Informatik zu verbessern nennt Jarke, bereits ab der Sekundarstufe 1 die informatische Grundbildung in der Schule zu verankern: "Die Gesellschaft für Informatik setzt sich seit langem dafür ein, bereits früh in der Schule mit dem Informatikunterricht zu beginnen, um Kinder und Jugendliche an diese Zukunftstechnologie heranzuführen." Dies könne eine Möglichkeit sein, bereits Kinder für die Informatik zu begeistern, damit bei der späteren Studienauswahl auch das Fach Informatik präsent sei.
Weiterführende Links
- Gesellschaft für Informatik
- Memorandum zur Einführung des Pflichtfachs Informatik (pdf)
Keine Kommentare vorhanden