Mehr Schulunfälle
(red/pm) Im ersten Halbjahr 2011 verunglückten 12 Prozent mehr Kinder und Jugendliche in Bildungseinrichtungen als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus aktuellen Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hervor.
06.10.2011 ArtikelInsgesamt wurden den Unfallkassen 703.269 Fälle gemeldet, davon 6 mit tödlichem Ausgang. Die Zahl der Unfälle auf dem Schulweg nahm hingegen nur minimal um 0,9 Prozent auf 61.788 zu. Davon verliefen 33 Unfälle tödlich, das sind 12 mehr als im ersten Halbjahr 2010.
"Diese Zahlen", so Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV, "zeigen, wie wichtig die Präventionsarbeit gerade im Bereich der Schulen und Kindertagesstätten ist."
Hintergrund
Ein Wegeunfall liegt dann vor, wenn sich der Unfall auf dem direkten Weg zur Arbeit oder Schule oder auf dem Heimweg ereignet hat. In der gesetzlichen Unfallversicherung ist ein Arbeits- oder Wegeunfall dann meldepflichtig, wenn er zu mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit oder zum Tode geführt hat. Eine Ausnahme gilt in der Schüler-Unfallversicherung: Unfälle von Schülern sind bereits dann meldepflichtig, wenn sie eine ärztliche Behandlung nach sich gezogen haben. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen versichern rund 75 Millionen Menschen in Deutschland gegen das Risiko eines Arbeits-, Schul- oder Wegeunfalls sowie gegen Berufskrankheiten.
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