"MobileKids-Tour" 2007: Kultusminister Helmut Rau eröffnet Verkehrsinitiative an der Wilhelm-Hauff-Schule in Stuttgart
"Es ist uns ein wichtiges Anliegen, Kinder auf die Gefahren im Straßenverkehr vorzubereiten. Deshalb begrüße ich die MobileKids-Tour und freue mich, das Projekt als Schirmherr zu unterstützen", sagte Kultusminister Helmut Rau MdL zum Auftakt der Tour am Montag (17. September). Mit der Tour startet ein neues Projekt für Verkehrserziehung, das vom Kultusministerium unterstützt wird. Entwickelt wurde es im Auftrag der DaimlerChrysler AG, von der Bundesanstalt für Straßenwesen und der Universität Landau.
17.09.2007 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergAn insgesamt 50 Grundschulen im Land wird die MobileKids-Tour bis Ende des Schuljahres halt machen. Da das Interesse an der Initiative unerwartet groß war, wurde die Zahl der Projektschulen von ursprünglich 25 auf 50 erhöht. Das Konzept von MobileKids-Tour stellt ein wichtiges Zusatzangebot im Rahmen der klassischen schulischen Verkehrserziehung dar. Nach wie vor ereignen sich zu viele Verkehrsunfälle auf Schulwegen. Im Schuljahr 2006/2007 wurden knapp über 14 000 Unfälle in Deutschland verzeichnet. Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO bilden Unfälle im Straßenverkehr die häufigste Todesursache bei Kindern in Europa. Vor allem die 10 bis 15 Jährigen zählen zu den besonders gefährdeten Personengruppen. Deswegen unterstreicht auch Dr. Astrid Pietig, Leiterin der Sponsoringabteilung/DaimlerChrysler AG, die Bedeutung von Verkehrssicherheitsprojekten: "Mit MobileKids und der diesjährigen Tour durch Baden-Württemberg wollen wir besonders junge und unerfahrene Verkehrsteilnehmer für Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren."
Die Initiative reiht sich ein in andere Projekte des Kultusministeriums zur Verbesserung des Verhaltens auf den Straßen, die eine langjährige Tradition haben. Seit 1998 werden jährlich 80 Schülermentoren in der Verkehrserziehung ausgebildet, die die Lehrkräfte beispielsweise bei Ausflügen unterstützen. Aber auch Projekte wie die Radfahrausbildung, die die Verkehrserziehungsbeamten der Polizei im Einvernehmen mit den Lehrkräften in den Klassen drei und vier durchführen, der Verkehrssicherheitstag für die Klassen 8, der nach Möglichkeit jährlich an den Schulen durchgeführt werden soll oder die Aktion "Sicherer Schulweg – gib acht auf mich", die in Abstimmung mit den Ämtern für Schule und Bildung, den örtlichen Straßenverkehrsämtern, den Polizeipräsidien, den Stadt- und Landkreisen sowie der Landesverkehrswacht und der Unfallkasse Baden-Württemberg erfolgt.
"Schüler-Fair-kehr" beruht auf einer gemeinsamen Initiative von Innenministerium, Landesverkehrswacht, Unfallkasse Baden-Württemberg und dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport. Sie integriert die über 50-jährige Tradition der Schulwegsicherung vor Ort in die neue Kampagne. Hier sollen Schülerlotsen, Schulweg- und Busbegleiter für Gefahrenquellen auf Schulwegen sensibilisiert werden und in Initiativen vor Ort zum Einsatz kommen. Ziel der auf vier Jahre angelegten Kampagne ist es, jährlich rund 3 000 Schülerinnen und Schüler für den Einsatz in Schulwegdiensten zu gewinnen sowie Eigenverantwortung und ehrenamtliches Engagement zu stärken. In dieser Zeit sollen sich die Dienste landesweit in den Schulen etablieren, und die Schulwegsicherheit nachhaltig verbessern. Zu Beginn des neuen Schuljahres werden die ersten Schulwegdienste ihre Tätigkeit aufnehmen können.
"Wir sehen die MobileKids-Tour als sinnvolle Ergänzung zu unserem Engagement in der Verkehrserziehung. Ich bin mir sicher, dass das unterhaltsame und lehrreiche Programm für die Schülerinnen und Schüler eine willkommene Abwechslung darstellt", sagte Rau. Das Thema Verkehrssicherheit wird den Kindern im Rahmen der MobileKids-Tour durch musikalische Interaktionen mit dem Moderator TiM oder durch Bewegungs- und Ratespiele vermittelt. Zwei Unterhaltungselemente reichern das Angebot der Tour an: zum einen die Fernsehserie "die Nimbols", zum anderen die Internetstadt "Mokitown", in der Kinder frei spielen, surfen und Neues entdecken können.
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