Naturwissenschaftlicher Schulunterricht ohne Gefährdung
(redaktion/idw) Seit einigen Wochen kommt es immer wieder zu Funden explosionsgefährlicher Pikrinsäure in deutschen Schulen. Die überlagerten und eingetrockneten Kristalle müssen teilweise gezielt durch Experten gesprengt werden. Doch Pikrinsäure ist nur eine von vielen chemischen Stoffen, die im Chemie- oder Biologieunterricht Anwendung finden, erklärte jetzt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
20.08.2008 Nordrhein-Westfalen ArtikelDie Unfallkasse NRW hat bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW zwei Broschüren ("Umsetzung der Gefahrstoffverordnung an Schulen") herausgebracht, um den naturwissenschaftlichen Unterricht sicherer zu gestalten.
Die Broschüren enthalten eine Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen. Zudem listen sie alle in Schulen angetroffenen Gefahrstoffe auf. Ausgehend von Gefahren für Gesundheit sowie durch Brand und Explosionen stellt das Heft die notwendigen Schutzmaßnahmen vor. Damit lassen sich Schülerexperimente sicherer gestalten. Darüber hinaus weist die Broschüre auf Stoffe hin, die nicht mehr in der Schule verwendet werden dürfen. Dies gilt für viele Gefahrstoffe, die Krebs erzeugen, das Erbgut verändern oder die Fortpflanzung gefährden können. Die Gefahrstoffliste verweist auf diese Verwendungsverbote und verlangt eine sachgerechte Entsorgung des Gefahrstoffes.
Die Empfehlungen zur sicheren Handhabung von Gefahrstoffen in Schulen beruhen auf dem Einfachen Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG) der BAuA. So können auch Schüler lernen, wie gefährlich die im Chemieunterricht verwendeten Chemikalien sein können.
Weiterführende Links
- Umsetzung der Gefahrstoffverordnung an Schulen Bd.1 (pdf)
- Umsetzung der Gefahrstoffverordnung an Schulen Bd.1 (pdf)
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