Neuausrichtung beim Europäischen Wettbewerb für Schulen

Mit einer Neuausrichtung startet der bundesweite Europäische Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler in das nächste Jahr. Die Aufgaben werden noch stärker als bisher auf die Aktivitäten der Europäischen Union bezogen. Inhaltlicher Bezugspunkt aller Wettbewerbsthemen ist 2010 das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. "Die Schülerinnen und Schüler sollen die gemeinsamen Werte in der Europäischen Union noch besser kennenlernen und sich mit ihnen selbstständig und kreativ auseinandersetzen. Das trägt zur Schaffung eines europäischen Bewusstseins bei", sagte Kultusminister Helmut Rau MdL am Dienstag (8. September) in Stuttgart. Baden-Württemberg war maßgeblich an den Arbeiten zur Neuausrichtung des Wettbewerbs beteiligt.

08.09.2009 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Rau stellte die veränderte Konzeption gemeinsam mit dem stellvertretenden Generalsekretär der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD), Christoph Linden, vor. Die EBD richtet den seit 1978 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten stattfindenden Wettbewerb aus. "Die neuen Akzente und Schwerpunktsetzungen werden den Wettbewerb qualitativ stärken und noch attraktiver machen", ist sich Linden sicher.

Zu den Änderungen zählt beispielsweise, dass die bisherige Trennung von bildnerischen und schriftlichen Wettbewerbsaufgaben wegfällt. Es können alle Themen in vielfältiger Weise bearbeitet werden, beispielsweise durch Aufsätze, Drehbuchtexte, Fotos, Plakate, Spiele, Videos oder Zeichnungen. Schülerinnen und Schüler, die rein gestalterische Arbeiten einreichen, müssen den europäischen Bezug ihrer Arbeit schriftlich erläutern. Waren bisher nur die Fächer Deutsch und Bildende Kunst am Wettbewerb beteiligt, so können sich jetzt auch andere Fächer wie Geschichte, Politische Bildung, Geografie, Religion oder Ethik beteiligen. Jede Arbeit kann zudem entweder als Einzel- oder als Gruppenarbeit vorgelegt werden. Die erkennbare Kooperation mit europäischen Partnern oder Partnerschulen bei der Bearbeitung eines Themas wird von der Jury zusätzlich positiv bewertet. Der Wettbewerb wurde außerdem so gestaltet, dass er landesweit auch nur für bestimmte Altersgruppen angeboten werden könnte. Für das jetzige Wettbewerbsjahr hat allerdings kein Land von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Hinzu kommen organisatorische Neuerungen. In allen Kultusministerien und Senatsverwaltungen wurde ein Ansprechpartner für den Europäischen Wettbewerb etabliert. Diese Ansprechpartner koordinieren die Themenfindung und geben ihre Vorschläge an den Lenkungsausschuss für den Europäischen Wettbewerb weiter, in denen neben Baden-Württemberg die Länder Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig Holstein sowie die Kultusministerkonferenz und das Bundesbildungsministerium vertreten sind. Aus den eingereichten Vorschlägen wählt der Lenkungsausschuss die Wettbewerbsthemen aus.

Der Europäische Wettbewerb ist bei Schülerinnen und Schülern sehr beliebt. In den letzten Jahren haben sich teilweise über 200 000 Schülerinnen und Schüler beteiligt. An diesem anhaltenden Erfolg haben neben den engagierten Lehrkräften auch die Mitgliedsorganisationen der Europäischen Bewegung Deutschland einen wesentlichen Anteil. Auch sie werben für den Wettbewerb, beteiligen sich in manchen Ländern an der Organisation und wirken bei den Preisträgerveranstaltungen des Wettbewerbs mit.


Weiterführende Links

  • Europäischer Wettbewerb

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