Neue Ära der Transparenz an Brandenburgs Schulen

Zum Ende des Schuljahres 2006/2007 wird sich jede brandenburgische Schule mit einem Schulporträt im Internet präsentieren. Die Pilotphase, an der zunächst 92 Schulen teilnehmen, startet am 16. Januar 2007. Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp begrüßt die Einführung der Schulporträts als „neue Ära der Transparenz“ an Brandenburgs Bildungseinrichtungen. „Eltern und Kinder auf Schulsuche können sich künftig einfacher orientieren, Schulleitungen und Lehrkräfte können ihre Schulen öffentlich und umfassend präsentieren und Kooperationspartner wie Hochschulen und Unternehmen können sich effektiver als bisher informieren.“

04.01.2007 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

In den Schulporträts finden sich nach verbindlichen Merkmalen ausgewählte statistische Daten sowie von den Schulen selbst aufbereitete Informationen, in denen Bedingungen, Ressourcen, Prozesse und Ergebnisse schulischer Arbeit dargestellt werden. In 13 Abschnitten wird es künftig u.a. Informationen zur Organisationsstruktur von Schulen, zum Unterrichtsangebot, zu Modellversuchen, zur Computerausstattung, zu Kooperationen mit außerschulischen Partnern, zu Schülerleistungen und zum Unterrichtsausfall geben (siehe Anlage). Die Informationen richten sich an Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Gremien, Schulträger, Kooperationspartner, Unternehmen, Medien und Kommunen.

„Schulporträts garantieren nicht nur größtmögliche Transparenz für die Öffentlichkeit, sondern schaffen die Voraussetzungen für die Vergleichbarkeit von Bildungseinrichtungen, ermöglichen Schulen, ihre Stärken zu präsentieren und fördern den Austausch von Ideen und Anregungen“, so Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp. Der Aufwand dafür halte sich in Grenzen, erklärt Jungkamp. Rund 25 Prozent der Daten werden aus vorhandenen Datenbanken bereitgestellt, den Rest müssen die Schulen einmalig selbst aufbereiten und dann nur noch regelmäßig aktualisieren.

Die Einführung der Schulporträts startet am 16. Januar mit der Pilotphase, an der 90 öffentliche und zwei private Schulen teilnehmen. Nach dem Ende der Pilotphase am 28. Februar gibt es eine Auswertung. Ab dem 30. März beginnt die Eingabephase für alle Schulen (außer den Oberstufenzentren). Ende Mai werden die Schulporträts aller Schulen im Netz freigeschaltet. Im Schuljahr 2007/2008 beginnt die Ausbaustufe II: Dann wird der Merkmalskatalog überarbeitet und die Oberstufenzentren gehen mit ihren Porträts an den Start. Die Entwicklung der Schulporträts hat insgesamt rund 187.000 Euro gekostet.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden