"Neue Lernkultur in Kommunen" mit positiver Zwischenbilanz
Thüringens Kultusstaatssekretär Kjell Eberhardt (CDU) hat bei der heutigen Vorstellung erster Evaluationsergebnisse der Pilotphase des "Thüringer Bildungsmodells – Neue Lernkultur in Kommunen" (nelecom) eine positive Zwischenbilanz gezogen. Kooperationspartner sind das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien sowie die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.
28.04.2009 Pressemeldung Thüringer KultusministeriumKultusstaatssekretär Eberhardt dazu: "Mit dem ´Thüringer Bildungsmodell – Neue Lernkultur in Kommunen´ wird das Entwicklungsvorhaben ´Eigenverantwortliche Schule´ um eine kommunale Dimension erweitert. Dabei wird die Erziehungs- und Bildungsarbeit der Kindergärten und Schulen mit den Partnern, Institutionen und Initiativen des sozialen Umfelds vernetzt. Zudem entwickelt sich eine Lernkultur, die auf individueller Förderung, auf wertschätzenden Sozialbeziehungen und regionaler Identität aufbaut. Darüber hinaus wird die positive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, ihre sozio-emotionale Kompetenz sowie ihre Fähigkeit und Bereitschaft zur Partizipation und Verantwortungsübernahme gefördert. Dies geschieht durch die enge Kooperation aller Bildungsakteure vor Ort. Die Tagung hat zur Halbzeit der Pilotphase deutliche Entwicklungserfolge in allen beteiligten Kommunen gezeigt. Die Evaluationsbefunde haben den nelecom-Ansatz klar bestätigt. Eine wichtige Aufgabe der nächsten Zeit wird der Ausbau der neuen Form der institutions- und ressortübergreifenden Zusammenarbeit auf Landes- und Kommunalebene sein."
Ab März 2008 sind vier Pilotkommunen (Saalfeld, Dingelstädt, Mühlhausen und der Landkreis Altenburg) im Rahmen der Pilotphase des Thüringer Bildungsmodells auf dem Wege zur Verwirklichung einer neuen Lernkultur in ihren Kommunen. Sieben weitere Kommunen sind in Form eines Netzwerks angebunden. Die beteiligten Kommunen werden in der zweijährigen Pilotphase durch ein Begleitprogramm bei der Umsetzung ihrer Zielstellung unterstützt. Die Modellentwicklung wird durch eine Konzeptgruppe, bestehend aus Experten der Neurobiologie (Prof. Dr. Hüther), Kommunikationswissenschaften und Politologie (Prof. Dr. von Meibom), Entwicklungspsychologie (Dr. Weichold) und der Lerntheorie, Pädagogik und Schulentwicklung (Dr. Vreugdenhill) unterstützt. Seit Beginn der Pilotphase gelang in den beteiligten Kommunen, im Sinne einer gemeinsam getragenen Verantwortung für die positive Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, eine neue Qualität der Vernetzung und Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren und Institutionen. Weitere Informationen sind im Internet unter www.nelecom.de zu finden.
Keine Kommentare vorhanden