Optimale Lern-Atmosphäre durch Pflanzen im Klassenraum
Klassenräume sind trotz diverser Anstrengungen oft eher das Gegenteil einer lernfördernden Umgebung. Trockene, stickige Luft, hohe Kohlendioxidkonzentrationen und ein oft sehr hoher Lärmpegel stören nicht nur das Wohlbefinden, sie machen manchmal sogar krank. Eine niederländische Studie untersuchte daher eine einfache Maßnahme zur Verbesserung des Raumklimas in Schulräumen und kam zu überraschend positiven Ergebnissen: Schon direkt nach dem Start der Maßnahme waren die Kohlendioxid-Konzentrationen waren merklich gesunken und sogar Schadstoffe reduziert. Eine deutliche Erhöhung der Luftfeuchtigkeit senkte die Staubbelastung und führte zu einer Entlastung der Schleimhäute von Schülern und Lehrern. Zusammen mit einem verminderten Lärmpegel steigerte dies nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit von Lehrern und Schülern. Verantwortlich für das kleine Wunder war eine einzige Maßnahme - die Ausstattung der Klassenräume mit Pflanzen.
05.12.2012 Pressemeldung Mein grünes KinderzimmerDie positive Wirkung von Pflanzen auf den Menschen ist seit langem belegt. Es liegt darum nahe, gerade in problematischen Bereichen wie Klassenräumen auf die Stärken von Zimmerpflanzen zu setzen. Denn in Klassenräumen herrscht meist ein belastendes Raumklima: Die vielen Personen in einem Raum erhöhen die Kohlendioxidkonzentration in der Raumluft merklich, Heizungs- bzw. Klimaanlagen sorgen für sehr trockene Luft und von Möbeln, Lehrmaterialien und Ranzen werden Schadstoffe abgegeben. Die Folge sind Reizungen der Schleimhäute und daraus resultierend eine Störung des Wohlbefindens sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten.
Eine konzentrationsfördernde Umgebung sieht anders aus – beispielsweise grün: Denn Zimmerpflanzen tragen durch ihre ständige Verdunstung von Wasser und der daraus folgenden Erhöhung der Luftfeuchtigkeit zu einer spürbaren Verbesserung des Raumklimas bei. Dies wirkt nicht nur Schleimhaut-beruhigend, sondern reduziert zudem den Schwebstaubgehalt der Luft, weil Staub in feuchter Luft schneller zu Boden sinkt und auch stärker am Boden gebunden wird. Tagsüber assimilieren Pflanzen zudem Kohlendioxid, das sie zum Wachstum brauchen. Sie reduzieren dadurch einen erhöhter Kohlendioxidgehalt und geben im Gegenzug Sauerstoff in die Raumluft ab. Sogar Schadstoffe in der Luft werden von Pflanzen aufgenommen und so aus der Atemluft entfernt.
Ein weiteres typisches Problem in Klassenräumen ist Lärm: Selbst disziplinierte Schulklassen erzeugen in einem Raum oft einen belastenden Lärmpegel. Hier punkten Pflanzen als natürliche Schalldämpfer. Wegen der großen und unregelmäßig strukturierten Blattoberflächen wirken Pflanzen sehr effektiv schalldämpfend und helfen so, den Lautstärkelevel in Klassenräumen messbar zu reduzieren.
Neben den biophysikalischen Wirkungen haben Zimmerpflanzen auch positive psychologische Effekte – vor allem auf Kinder: Allein der Anblick des lebendigen Zimmergrüns reduziert Stress und Unruhe. Inmitten der Reizüberflutung im oft hektischen Schulalltag finden die Augen einen Ruhepol, so dass das Gehirn sich kurzzeitig entspannt. Solche "Visuelle Reize niederer Intensität" reduzieren Aggressionen und fördern die Konzentrationsfähigkeit.
Gleichzeitig identifizieren sich die Schüler mit ihren "grünen Klassenräumen" und entwickeln eine besondere Achtsamkeit. Die Auswahl und Pflege der Raumbegrünung macht die Kinder zu Akteuren in ihrer Lernumgebung. Sie erleben sich gestaltend und übernehmen Verantwortung. Dies kann zusätzlich durch gezielte Schüler-Projekte gefördert werden, Beispiele hierfür zeigt die sehr informative Broschüre "Das Lernfördernde Klassenzimmer" des Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverbandes und der Bayerischen Landesunfallkasse auf.
Angesichts all dieser Vorteile verwundert es nicht, dass Schulen und Lehrer zunehmend Interesse an der Begrünung ihrer Klassenräume entwickeln. Hilfestellung erhalten sie im kostenlosen Ratgeber "Mein grünes Kinderzimmer", der unter www.kinderzimmer-haus.de/gesund-wohnen/ kostenlos herunter geladen werden kann. Auf 45 Seiten enthält die hochwertig gestaltete Broschüre viele praxisorientierte Tipps rund um die Pflanzen-Auswahl, die Gestaltung sowie die optimale Pflege des Zimmergrüns. Darüber hinaus berichten eine Mittelschullehrerin sowie eine Umweltpädagogin von ihren praktischen Erfahrungen mit der Wirkung von Pflanzen auf Kinder.
Ansprechpartner
Mein grünes KinderzimmerOtto-Brenner-Str.4
51503 Rösrath
Web: www.kinderzimmer-haus.de
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