"Pädagogische Assistenten" sollen Hauptschule retten

(bikl.de) Mit einem Sonderprogramm von 26 Millionen Euro jährlich will die baden-württembergische Landesregierung die umstrittene Hauptschule retten. Das Kabinett billigte heute in Stuttgart ein entsprechendes Konzept von Kultusminister Helmut Rau (CDU).

26.06.2007 Artikel

Unter anderem sieht das Konzept den "Pädagogischen Assistenten" vor. Für diese Aufgabe sollen etwa arbeitslose Absolventen von Pädagogischen Hochschulen geworben werden. Sie sollen nach mehrjähriger Assistenzzeit die Chance auf eine Hauptschullehrer-Stelle mit Verbeamtung erhalten. Das Land will dafür zunächst 300 Vollzeitstellen schaffen, die auf die insgesamt 1200 Hauptschulen verteilt werden.

Außerdem sollen die Basiskompetenzen der Schüler in Deutsch und Mathematik durch höhere Stundenzahlen in den Klassen 5 und 6 gestärkt werden.

Die baden-württembergische Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat bereits heftige Kritik an dieser Entscheidung geübt, nach der "hoch qualifizierte junge Lehrer jetzt zum Billigtarif arbeiten" sollen.

An den Hauptschulen werde zwar engagierte Arbeit geleistet, erklärte der baden-württembergische GEW-Vorsitzende Rainer Dahlemer weiter, aber wenn diese Schulart von Arbeitgebern und Eltern nicht mehr akzeptiert werde, müsse das Schulsystem auf neue Füße gestellt werden.


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