Pro und Contra: Noten in der Grundschule
11.04.2014 Artikel
Schleswig-Holstein wird zum Vorreiter: In der Grundschule soll es hier künftig keine Ziffernnoten mehr geben. Noch befindet sich die neue Verordnung in der Anhörung, sie soll aber in den nächsten Monaten umgesetzt werden. In der ZEIT haben jetzt die schleswig-holsteinische Kultusministerin Waltraud Wende und ihr bayerischer Kollege Ludwig Spaenle zur Notengebung in der Grundschule Stellung bezogen.
"Mein Ziel ist eine Schule ohne Ziffernzeugnisse", erklärt Waltraud Wende und bezeichnet den Verzicht auf die Noten in der Grundschule als ersten Schritt. Denn allzu oft seien Noten Glückssache. Sie ließen keinen Raum für Differenzierungen und könnten vor allem die Freude am Lernen vom Starren auf die Zensuren überlagern.
"Eine Bewertung von Leistungen und Kompetenzen der einzelnen Schülerin und des einzelnen Schülers kann ihnen als Motivation und Anreiz dienen", hält Ludwig Spaenle dagegen. Zu den wichtigen Grundsätzen einer modernen und pluralen Gesellschaft gehöre auch das Leistungsprinzip. "Belohnt werden soll derjenige, der sich anstrengt."
Siehe auch
- Braucht die moderne Schule Zensuren, Klassenwiederholungen und Hausaufgaben? Der Vorsitzende des Bundeselternrates und der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes im Pro & Contra
- Schleswig-Holstein: Schulartverordnungen gehen in die Anhörung
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