Rot-grüne Koalitionsrunde ohne Ergebnis: Weitere Hängepartie bei Lehrerzuweisungen, Neueinstellungen und KiTa-Plätzen
Die rot-grüne Koalition in Bremen hat am Montag, dem 25. Juni, ihre Konfliktfelder beraten, aber nichts beschlossen. Strittig waren die Finanzausstattung der Schulen und der Ausbau der Kindertagesstätten für Kinder im Alter unter 3 Jahren. Die Entscheidung über die Lehrereinstellungen und die KITA-Plätze wurden weiter vertagt.
26.06.2012 Pressemeldung GEW Bremen"Schulen und Kindertagesstätten werden bei ihrer Planung hängen gelassen. Das ist unverantwortlich! Wir fordern den Senat auf, die Hängepartie schnell zugunsten einer besseren Ausstattung in Schulen und Kindertagesstätten zu beenden", erklärte dazu Christian Gloede, Landesvorstandssprecher der GEW Bremen.
Angesichts der bisher verhinderten Schuljahresplanung hat die GEW bereits Mitte Juni die Finanz- und die Bildungssenatorin sowie alle Bürgerschaftsfraktionen aufgefordert, sich schleunigst auf eine gute Unterrichtsversorgung und KiTa-Ausstattung zu verständigen. Die Lehrerstunden-Zuweisungen sind den Schulen umgehend mitzuteilen, damit das Schuljahr vorbereitet werden kann. Neue Lehrkräfte müssen schnellstens eingestellt werden. Aufgrund der ergebnislosen Verhandlungen wiederholt die GEW ausdrücklich ihren Appell an die politisch Verantwortlichen.
Zum Einstellungsbedarf führte die Vorsitzende des Personalrats Schulen Petra Lichtenberg (GEW) aus: "Über 100 KollegInnen gehen in diesem Sommer in den Ruhestand oder werden im Rahmen der Altersteilzeit von ihrer Unterrichtsverpflichtung befreit. Die dafür notwendigen Neueinstellungen sind bisher nicht erfolgt. Immer mehr junge Lehrkräfte verlassen deshalb Bremen. Sie nehmen Angebote in anderen Bundesländern an."
Wenn die Finanzsenatorin jetzt vom überzogenen Bildungshaushalt mit einem Lehrerüberhang von 100 Lehrkräften spricht, so nimmt sie die Realität an den Schulen nicht zur Kenntnis. Die Schulen sind bisher ungenügend ausgestattet.
"Kleine Klassen, genügend Vertretungen und zusätzliche Förderungen sind notwendig, um der sozialen Benachteiligung vieler Bremer SchülerInnen entgegen zu wirken. Außerdem müssen die Lehrkräfte bei ihrer zunehmenden Arbeit entlastet werden. Gute Schule und erfolgreiche Reformen erfordern die vermehrte Einstellung von pädagogischem Personal", forderte Harry Eisenach, Stadtverbandssprecher der GEW Bremen.
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