Schavan drängt weiter auf Zentralabitur

(bikl.de) Auch nach der Entscheidung der Kultusministerkonferenz für bundeseinheitliche Abitur-Bildungsstandards hält Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) an ihrer Forderung nach einem bundesweiten Zentralabitur fest.

21.10.2007 Artikel

"Die Vereinbarung über einheitliche Bildungsstandards kann nur ein erster Schritt sein auf dem Weg zu einem einheitlichen Abitur", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Sie verstehe die "zögerliche Haltung einzelner Länder" nicht, so die Ministerin. Eltern, Lehrer und Schüler forderten zurecht, "dass wir hier auf einen einheitlichen Weg kommen, der auch Mobilität ermöglicht. Niemand versteht, dass es Hürden von einem Land zum anderen Land gibt. Das gilt nicht nur für die Abschlussprüfungen der Schüler, sondern auch für die Lehrerausbildung", argumentierte Schavan.

Widerspruch erhielt sie von ihrer Parteikollegin, der nordrhein-westfälischen Schulministerin Barbara Sommer (CDU). Diese sagte, ein bundesweit einheitliches Zentralabitur würde einen immensen organisatorischen und logistischen Aufwand mit sich bringen. "So wären einheitliche Prüfungstermine notwendig, und die würden wiederum einheitliche Ferientermine in allen 16 Bundesländern bedingen".

Die Kultusministerkonferenz hatte am Mittwoch vergangener Wocher beschlossen, für das Abitur bundesweit einheitliche Standards für die Fächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen einzuführen. Die Bildungsstandards sollen erstmals für die Schüler gelten, die im Schuljahr 2010/2011 in die gymnasiale Oberstufe eintreten. Mit diesem Beschluss hatten die Kulturminister zugleich der Forderung von Bundesbildungsministerin Schavan nach Einführung eines bundesweiten Zentralabiturs mit einheitlichen Prüfungsaufgaben eine Abfuhr erteilt.


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