Volksentscheid

Schavan: Hamburg ist eine gute Nachricht für das Gymnasium

(red) Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat die Ablehnung von Teilen der Schulreform durch den Volksentscheid in Hamburg als positives Signal für die Bildungspolitk in Deutschland gewertet. Im ARD-Morgenmagazin sagte die Ministerin: "Es ist eine gute Nachricht für das Gymnasium. Es ist eine gute Nachricht für das Selbstbewusstsein der Bürger. Und vielleicht ist es auch ein Impuls dafür, dass jetzt über die wirklich wichtigen Fragen des Bildungssystems nachgedacht wird und nicht jede Landesregierung findet, in dem Moment, an dem sie an der Regierung ist, könne sie die Schulstruktur ändern."

19.07.2010 Artikel
  • © bundestag.de

Dass ständig an den Schulstrukturen herumgedoktert werde, das hätten die Bürger satt, sagte Schavan. In Hamburg sei vor allen Dingen der Eindruck erweckt worden, das Gymnasium sei Schuld an den Schwachstellen im Bildungssystem. "Das war falsch und deswegen ist es so ausgegangen," sagte sie weiter.

Zu den föderalen Strukturen äußerte Schavan, dass die Länder sich auf die Eckdaten des Bildungssystems verständigen müssten: "Deshalb finde ich, dass Hamburg jetzt das richtige Signal ist, um in Deutschland zwischen den Ländern und auch zwischen Bund und Ländern Verständigung zu erzielen und dafür zu sorgen, dass es auch bei den Schulabschlüssen mehr Vergleichbarkeit gibt." Föderalismus heiße auch, Mobilität zu ermöglichen und für Vergleichbarkeit zu sorgen, betonte die Ministerin.


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