Schnappauf und Schneider: Gesunde Verpflegung an Schulen wird ausgeweitet

Vitaminstoß statt Kalorienbomben, frisches Obst statt abgepackter Fertigware, Saftschorle statt pappsüßer Limonade - das soll es nach dem Willen von Gesundheitsminister Werner Schnappauf und Kultusminister Siegfried Schneider in den Pausen an Bayerns Schulen geben.

11.06.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Erstmals ist es gelungen, dass sich alle Beteiligten - von Lehrkräften, Schülern und Eltern über die Hausmeister an den Schulen bis zu Kommunen, Landkreisen und die Ernäh-rungswirtschaft - auf gemeinsame Empfehlungen für eine gesunde Schulverpflegung verständigt haben. "Übergewicht schon bei Kindern ist eine Hypothek für deren Gesundheit und unser Gesundheitssystem. Wir müssen alles daran setzen, dass unsere Kinder von Anfang an mehr zu Obst und Gemüse und zum Wasserglas greifen. Kinder sollen in der Schule schon einen gesunden Lebensstil lernen. Deshalb ist eine gesunde Schulverpflegung ein Muss," forderte Schnappauf.

Schneider betonte: "Ohne richtiges Frühstück oder Pausenbrot sind die Kinder weniger leistungsfähig. Um allen die gleichen Chancen zu sichern, ist auch Ernährungs- und Bewegungserziehung in der Schule am richtigen Ort. Dazu gehört auch, dass gesunde Ernährung für Kinder in der Schule tagtäglich erlebbar wird." Er dankte den beteiligten Ver-bänden und unterstrich: "Die Schulen können das Elternhaus unterstützen, wenn sie ihre Kinder zur gesunden Ernährung und zu mehr Bewegung erziehen." "Ich habe deshalb das Programm ,Voll in Form : täglich bewegen - gesund ernähren - leichter lernenŽfür Grundschulen initiiert", erinnerte der Kultusminister an ein Bewegungs- und Ernährungsprogramm für Grundschulen, das er am 21. Mai gestartet hatte. Außerdem wird Minister Schneider am 11. Juli gemeinsam mit der Bayerischen Ärztekammer einen weiteren Baustein zu mehr Gesundheit und damit mehr Lebensqualität vorstellen.

Nach den Empfehlungen sind Getreide und Vollkornprodukte, Obst und Gemüse, Milch- und Milchprodukte, Wasser, Säfte und Tees für das Angebot am Schulkiosk geeignet. Re-gionale und saisonale Lebensmittel sollen dabei möglichst häufig angeboten werden. Aus reichlich pflanzlichen, mäßig tierischen Lebensmittel, sparsam an Fett mit großem Anteil an frischem Obst, Salat und Rohkost sollen sich die Mittagsmenüs zusammensetzen. Die Partner haben sich verpflichtet, an der Umsetzung der Empfehlungen mitzuwirken.

Schnappauf und Schneider: "Das ist jetzt das Fanfaren-Signal an die Schulen, verbindliche, schulindividuelle Regelungen für eine gesundheitsförderliche Verpflegung zu treffen. Schulleitung, Lehrer, Eltern, Schüler, Hausmeister und auch die Sachaufwandsträger entscheiden gemeinsam." Ergänzend zu den Empfehlungen und intensiver Informationsarbeit der Verbände selbst startet heuer noch der Wettbewerb S.P.I.C.E (Schüler-Preis für innovatives Cafeteria Essen). Gute-Praxis-Beispiele für gesundheitsförderndes Essen an Kiosken können gewinnen und werden zur Nachahmung empfohlen.

Mit der gesunden Schulverpflegung setzt Bayern seinen Kurs zur Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstil von Kindern und Jugendlichen konsequent fort. Allein 1,1 Millionen Euro aus der Gesundheitsinitiative des Gesundheitsministeriums Gesund.Leben.Bayern fließen 2007/2008 in Pilotprojekte zur Förderung von gesunder Ernährung und Bewegung. Projekte, wie Tiger Kids zur Ernährungs- und Bewegungserziehung in Kindergärten sind so erfolgreich, dass sie mittlerweile auf ganz Deutschland ausgeweitet werden.


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