Schule kein Erfüllungsgehilfe für Spontaninteressen
Als "Ablenkungsmanöver" bezeichnet der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger den regelmäßigen Ruf nach immer neuen Unterrichtsfächern. Jüngst waren wieder "Ernährung" sowie "Wirtschaft" vorgeschlagen worden. "Das sind Auswüchse lupenreiner Lobbypolitik oder populistische Ideen", betont Eckinger. "Die Schule ist kein Erfüllungsgehilfe für Spontaninteressen und auch keine Stopfgans." Wer solche Vorschläge mache, so Eckinger, sollte das Unterrichtsfach "Schule" belegen.
26.09.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)Der VBE-Bundesvorsitzende sagt: "Natürlich gehören die wichtigen Themen unserer Zeit auf die Agenda der Schule, aber nicht als Einzelfächer zum Abhaken. Die Schule ist Ort der Vermittlung von Lebensorientierung und Kulturtechniken. Ernährungserziehung, politische, ökonomische, kulturelle Bildung gehören ebenso dazu wie die Aneignung sozialer und emotionaler Kompetenzen. Umsetzbar ist dieser komplexe Auftrag nicht durch mehr Pixel, sprich Einzelfächer, sondern durch konsequentes fächerübergreifendes Arbeiten und die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte in den Lehrplänen zu setzen." Eckinger unterstreicht, die Schulen würden sich diesem Auftrag besser stellen können, wenn ihre Eigenverantwortlichkeit gestärkt werden würde.
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