Sieger des vierten Wettbewerbs "Berufliche Schulen" im Haus der Wirtschaft ausgezeichnet
Kultusministerin Dr. Annette Schavan hat am heutigen Freitag (15. April) im Stuttgarter Haus der Wirtschaft die Sieger des vierten Wettbewerbs "Berufliche Schulen" ausgezeichnet. Ausrichter des Wettbewerbs ist die Landesstiftung Baden-Württemberg. Die Ministerin, die auch Aufsichtsratsmitglied der Landesstiftung ist, würdigte das herausragende Engagement der Schülerinnen und Schüler. Die Vielfalt und der Ideenreichtum der eingereichten Arbeiten und Projekte sei beispielhaft. "Der Wettbewerb zeigt, dass die beruflichen Schulen zu den Flaggschiffen des baden-württembergischen Bildungssystems gehören", sagte Schavan bei der Preisverleihung.
15.04.2005 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg"Der Wettbewerb bietet Anreize für neue innovative Ideen", unterstrich die Kultusministerin. Alle Beiträge machten deutlich, "mit welcher großen Begeisterung, Ausdauer und Kreativität die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte auf die Beine gestellt haben." Schavan bezeichnete die beruflichen Schulen als "Zukunftswerkstätten." Die eingereichten Arbeiten bestätigten auch das Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung der Initiative "Neue soziale Marktwirtschaft". Darin sei den beruflichen Schulen in Baden-Württemberg ein glänzendes Zeugnis ausgestellt worden.
Die Kultusministerin ging in ihrer Ansprache auch auf die Situation am Lehrstellenmarkt ein. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sei im Jahr 2004 in Baden-Württemberg trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen um 1.700 gestiegen. "Dies ist ein wichtiges Signal für die beruflichen Zukunftschancen der jungen Generation", so Schavan. Es seien jedoch weitere Anstrengungen notwendig. Die Ausbildungsplatzlücke im vergangenen Jahr habe nur mit Hilfe der vollzeitschulischen beruflichen Bildungsgänge geschlossen werden können. Schavan verwies in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit, den zeitlichen Rahmen im System der beruflichen Schulen zu verkürzen: "Junge Menschen in den beruflichen Vollzeitschulen müssen ohne Zeitverlust in eine duale Berufsausbildung wechseln können."
Insgesamt 90 Arbeiten gingen im Wettbewerbsjahr 2004/05 bei der Jury der Landesstiftung ein, 30 davon wurden mit Preisen ausgezeichnet. Die Arbeiten reichen von komplexen Konstruktionen wie motorbetriebene Inline-Skater über Ideen zum Einbezug von Juniorfirmen in eine Verbundausbildung bis zur Organisation einer ägyptologischen Ausstellung. Auf Grund der großen Leistungsdichte wurden alle Preise geteilt verliehen. Der Wettbewerb "Berufliche Schulen" wird von der Landesstiftung Baden-Württemberg veranstaltet und fand erstmals im Schuljahr 2001/02 statt. Seitdem wird er jährlich wiederholt. Ausrichter ist die Landesstiftung Baden-Württemberg. Der Wettbewerb soll den großen Stellenwert des Berufsschulwesens in Baden-Württemberg verdeutlichen und ist deshalb auch als Plattform gedacht, um die Leistungsfähigkeit der beruflichen Schulen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler, Schülergruppen und Klassen beruflicher Schulen. Ausgezeichnet werden innovative Projekte, die außerhalb des Unterrichts durchgeführt wurden. Insgesamt sind in diesem Jahr Preisgelder in Höhe von 150.000 Euro ausgeschrieben.
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