Bayern

SPD-Abitur durchgefallen - Kultusminister Spaenle weist SPD-Vorschläge zurück

"Wir werden die Anerkennung des bayerischen Abiturs nicht aufs Spiel setzen," stellt Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle klar. "Die Vorschläge der bayerischen SPD zeugen von blanker Unkenntnis: Eine flexible Oberstufe ist nicht mit den Vorgaben der KMK vereinbar", betont der Minister.

13.04.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Im Gegenteil: Eine Ausweitung der Oberstufe am Gymnasium wie von der SPD vorgeschlagen widerspricht allen geltenden Vorschriften und Vereinbarungen. Mit einem solchen Vorschlag wird das bayerische Abitur bundesweit ins Abseits gestellt. Das werde ich auf keinen Fall zulassen", erklärt der Minister mit Nachdruck.

Der Vorschlag der SPD zur Neuverteilung der Gesamtstundenzahl am Gymnasium würde zwangsläufig zu einer Ballung der Belastung in der Oberstufe führen. "Das ist pädagogischer Unsinn und steigert die Belastung unserer Schülerinnen und Schüler gerade in dieser wichtigen Phase der Schulausbildung vollkommen unnötig", so Spaenle.

Die Vorschläge der bayerischen SPD zum Ganztagsgymnasium sind bereits längst in der Umsetzung. Die aus Sicht der SPD scheinbar neuen pädagogischen Konzepte sind an vielen bayerischen Schulen fester Bestandteil des Unterrichtsalltags und in der Lehrerausbildung.

"Ziel der bayerischen Bildungspolitik muss es insgesamt sein, das einzelne Kind in einem klaren pädagogischen Rahmen individuell auf seinem Bildungsweg zu begleiten. Auch deshalb möchte ich den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums im Einzelfall die Zeit geben, die sie benötigen, um ihr Schulziel gut erreichen zu können."

Derzeit prüft das Kultusministerium hierzu Möglichkeiten, die bestehenden Einführungsklassen für Schüler des Gymnasiums zu öffnen oder für einzelne Schüler ein freiwilliges Intensivierungsjahr in der Mittelstufe zu ermöglichen. "Konkrete Vorschläge, wie wir dieses zusätzliche Jahr ausgestalten, werde ich bereits in der kommenden Woche mit Vertretern von Eltern, Schülern, Lehrkräften und Experten an einem Runden Tisch beraten," erklärt der Minister.

"Nach einer Phase des Umbruchs wollen wir das Gymnasium in eine Phase der Ruhe und Stärkung bringen. Eine Generaldebatte über unser Schulsystem hilft keinem Kind weiter - wir konzentrieren uns auf die wichtige Arbeit im Klassenzimmer", betont Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.

Kultusminister Spaenle äußert sich konkret zur Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums in einem Videopodcast auf www.km.bayern.de


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