Staatssekretär Bernd Sibler 100 Tage im Amt
Staatssekretär Bernd Sibler hat anlässlich seiner ersten 100 Tage im Amt ein Résumée zu seinem Start im Kultusministerium gezogen und dabei seine Schwerpunktbereiche abgesteckt: Die Überprüfung der Lehrpläne im achtjährigen Gymnasium gehört ebenso zu seinen zentralen Themenfeldern wie der Kontakt zwischen Schule und Wirtschaft, die Medienerziehung und die Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung: "Es macht Freude, für diese Bereiche bei unseren Partnern in Politik, Wirtschaft, Hochschulen, der Elternschaft und an den 5000 Schulen in Bayern auf so verlässliche und hochkompetente Mitstreiter zählen zu können", sagte Sibler. "Sie alle haben mir den Start in meiner neuen Aufgabe leicht gemacht und sind mir mit großem Vertrauen entgegengekommen."
23.01.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusBei seinen Gesprächen mit allen maßgeblichen Verbänden und Gruppierungen wie auch bei zahlreichen Schulbesuchen habe er bereits viele wichtige Impulse für seine Arbeit erhalten und geben können.
Vier Schwerpunkten hat sich der neue Staatssekretär neben seinen täglichen Aufgaben gewidmet:
(1) Für das achtjährige Gymnasium befasst er sich intensiv mit den Lehrplänen. "Eine Evaluation der Lehrpläne nach dem ersten Durchlauf hat ergeben, dass wir in manchen Fächern noch einmal genau hinsehen und in einzelnen Bereichen nachjustieren müssen. Unsere Schüler wie auch die Lehrkräfte können dadurch zeitlich entlastet werden. Ich freue mich, dass wir das Gespräch darüber so konstruktiv mit allen Beteiligten führen können. Bereits zum Frühjahr werden die notwendigen Arbeiten abgeschlossen sein", so Sibler.
(2) Damit die Schüler am Ende ihrer Schulzeit auch die Früchte ihrer Anstrengung ernten können, pflegt der neue Staatssekretär den intensiven Kontakt zur Wirtschaft. "Mit den Wirtschaftsvertretern zusammen können und müssen wir den Arbeitsmarkt genau analysieren und immer wieder neu bestimmen, welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben bereits aus der Schule mitbringen sollen und können", erklärt Sibler. Als Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildungspakt Bayern begleitet er innovative Konzepte intensiv und prüft jeweils die Möglichkeiten eines flächendeckenden Einsatzes an den Schulen genau. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Rolf Rodenstock, wird er in diesem Jahr Stiftungsprojekte in allen sieben Regierungsbezirken besuchen. Sibler: "Auf diesen Motor der Innovation und diese wichtige Gelenkstelle zwischen Schule und Wirtschaft setze ich stark, wenn es um die Konkurrenzfähigkeit der Bayerischen Schülerinnen und Schüler im nationalen und internationalen Vergleich geht. Unsere Hauptschulinitiative ist auf diesem Weg ein ganz entscheidender Schritt."
(3) "Ein zentrales Thema ist für mich die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit den neuen Medien", erläutert Sibler weiter. Die rasanten Entwicklungen auf dem Markt der technischen Neuerungen müssen im Unterricht eine wichtige Rolle spielen. "Unsere Kinder dürfen keine passiven und damit kritiklosen ,User' dieser Möglichkeiten werden. Sie sollen sich durch Selbsttätigkeit in die Spielregeln der medialen Präsentation einarbeiten und diese Regeln dann auch bewusst und auf einer soliden Wertebasis anwenden oder verändern können." Sibler engagiert sich daher insbesondere in den Bereichen "Medienpädagogik", IT-gestützter Unterricht, aber auch in der Leseerziehung, die er als unabdingbare Voraussetzung bezeichnet.
(4) Mit besonderem Engagement steht Sibler der Landeszentrale für politische Bildung vor. "Nie wieder totalitäre Herrschaft!", dies müsse durch die Arbeit an den Themen "Nationalsozialismus, Holocaust, politischer Radikalismus" in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler ankommen. Die Landeszentrale sei dafür ein enorm wichtiger Kooperationspartner der Schulen. Sie vermittelt Zeitzeugen an die Schulen, organisiert die pädagogische Arbeit an den Gedenkstätten und stellt den Lehrkräften vielfache Unterstützung für ihren Unterricht "Wider das Vergessen" zur Verfügung.
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