Staatssekretärin Claudia Zinke zeichnet junge Heldensucher aus

Beim bundesweiten "Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten" haben für Berlin 120 Schülerinnen und Schüler teilgenommen und Helden ihrer lokalen Geschichte entdeckt. Dieser 21. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten stand unter dem Motto "Helden: verehrt – verkannt – vergessen".

03.07.2009 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Auf der Veranstaltung zur Verleihung der Landespreise zeichnete Bildungsstaatssekretärin Claudia Zinke die sechs besten Schüler-Arbeiten der Stadt als Landessieger mit jeweils 250 Euro aus.

Bundesweit nahmen über 6.600 Kinder und Jugendliche mit über 1.800 Beiträgen teil.

Bildungsstaatssekretärin Claudia Zinke führte bei der Preisverleihung aus: "Der Wettbewerb rückt wirkliche und vermeintliche "Helden" in den Fokus. Bei der Betrachtung der eingereichten Themen ist deutlich geworden, dass das Motto zurecht als eine Art von Appell verstanden worden ist: Setz´ Dich mit der Zivilcourage in deiner Stadt auseinander!

Die Schülerinnen und Schüler haben in beeindruckender Weise gezeigt, dass sie sehr wohl in der Lage sind, die vielleicht wichtigsten Fragen einer demokratischen Gesellschaft zu bearbeiten: Was kann ich als Einzelner für den Erhalt der Freiheit tun? Was haben andere vor mir dafür getan? Wie haben sie in Zwangsgesellschaften gehandelt?

Die Erinnerung an Widerstand in Diktaturen muss zentraler Bestandteil unseres kollektiven Gedächtnisses in unserer freien Gesellschaft sein.

Deshalb gibt es bei diesem renommierten Wettbewerb, den die Körber-Stiftung traditionell hervorragend betreut, auch neben den eigentlichen Landessiegern nur Gewinner! Denn wir alle können sehr stolz auf alle diese kritisch arbeitenden und kritisch denkenden Jugendlichen sein!"

Die Berliner Landessieger beschäftigten sich unter anderem mit diesen Themen:

  • Spurensuche im Frauengefängnis. Sechs Schüler der 5. Klasse der Spartacus-Grundschule zeichneten Biografien von Frauen nach, die während des Nationalsozialismus inhaftiert waren und interviewten dazu Zeitzeugen, u.a. eine 98jährige Überlebende.
  • Ein 14jähriger Schüler recherchierte zur Rolle des Rechtsanwalts Hans Litten, der nach einem SA-Überfall auf das Berliner Tanzlokal Eden Hitler persönlich in den Zeugenstand gerufen hatte und dafür später nach dessen Machtantritt ins KZ Dachau verbracht wurde, wo er den Freitod wählte.

Eine vollständige Liste der Themen erhalten Sie über die Körber-Stiftung.


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