Über die Hälfte aller Viertklässler wechselt an Regelschule
Rund 56 Prozent der Thüringer Grundschüler, die im Schuljahr 2008/2009 die 4. Klasse besuchen, wechseln zum Schuljahr 2009/2010 an die Regelschulen, aber auch an die Gesamtschulen und Förderschulen im Freistaat. "Damit wird deutlich, dass die Regelschule nach wie vor das Herzstück unseres Schulsystems ist", erklärt Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU).
18.05.2009 Pressemeldung Thüringer KultusministeriumVon den insgesamt 15.288 Schülern in der 4. Klasse der Grundschule wechseln zum Schuljahr 2009/20010 6.760 Schüler auf ein Gymnasium. Das ist ein Anteil von 44,2 Prozent. Im Schuljahr 2008/2009 waren es ebenfalls 44,2 Prozent. Das Thüringer Schulgesetz ermöglicht aber auch den Übertritt von der Regelschule auf das Gymnasium und umgekehrt. Im Schuljahr 2008/2009 nutzten diese Chance 586 Regelschüler und 853 Gymnasiasten.
Dazu Kultusminister Müller: "Die Regelschule ist eine Schule mit Chancen für alle. Sie sichert Schülerinnen und Schülern eine theoretisch fundierte, aber gleichzeitig praktisch und lebensnah orientierte Schulbildung. Die Entscheidung für einen Bildungsweg ist dabei noch längst nicht die Entscheidung für einen Abschluss. Denn die Durchlässigkeit unseres gegliederten Schulsystems ermöglicht den Wechsel von der Regelschule an das Gymnasium oder vom Gymnasium an die Regelschule. Damit ebnet das Erfolgsmodell Regelschule den Weg sowohl zur Berufs- als auch zur Hochschulreife. Darüber hinaus erfüllt der Freistaat mit der hohen Zahl der Übertritte von der Grundschule an das Gymnasium eine von internationalen Organisationen erhobene Forderung nach einer Erhöhung des Anteils der Abiturienten in Deutschland."
Im neuen Schuljahr 2009/2010 werden in Thüringen insgesamt rund 242.200 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, davon etwa 65.060 in den Grundschulen, 42.800 in den Regelschulen, 46.560 in den Gymnasien, 6.320 in den Gesamtschulen, 9.620 in den Förderschulen, 280 in den Kollegs und 71.560 in den Berufsbildenden Schulen.
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