VBE: Anschluss für Realschulen notwendig

Für erfolgreiche Realschüler ist der Anschluss zum Besuch der beruflichen Gymnasien dringend notwendig. Deshalb ist das Kultusministerium aufgefordert, die notwendigen Berufsschulklassen einzurichten und das entsprechende Personal zur Verfügung zu stellen. Dies sagte der Leiter des Referates Realschule im Verband Bildung und Erziehung (VBE) Südbaden, Marco Baumelt-Huber (Freiburg), angesichts der Informationen, dass voraussichtlich fast 10 000 Realschüler landesweit keinen Platz auf dem jeweils angestrebten beruflichen Schulzweig finden.

08.04.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Die Realschule in Baden-Württemberg gelte auch deshalb als Erfolgsmodell, weil durch das anschließende Durchlaufen der beruflichen Gymnasien den Absolventen die Hochschulreife eröffnet würde. Fast ein Drittel aller Abiturienten kommen laut Baumelt-Huber über die beruflichen Gymnasien zum Abschluss. Zudem sei der Weg Realschule plus Berufsschule zunehmend ein Weg für bodenständig Lernende, das bisherige G 9 (neunjährige Gymnasium) zu ersetzen und das stressreichere G 8 zu umgehen. Schon alleine deshalb sei es eine moralische Verpflichtung, den Slogan Kein Abschluss ohne Anschluss mit Leben zu erfüllen.

Derzeit strebten noch starke Schülerjahrgänge in die Sekundarstufe II, so dass man mindestens noch für fast 10 Jahre einen erhöhten Bedarf der Schulplätze feststellen könne, so Baumelt-Huber. Das gegliederte Schulwesen habe durchaus seine Vorzüge, jedoch sei es letztlich nur dann wertvoll, wenn schulische Wege nicht auf ein Abstellgleis führen.

Der VBE Südbaden fordert Politik und Schulverwaltung auf, die Entwicklung im Auge zu behalten und jährlich rechtzeitig die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden