VBE: Auszeiten und Zuwendung für Kinder und Jugendliche statt Pillen gegen Schulstress
Der Brückentag zwischen Himmelfahrt und dem Wochenende ist zwar kein offizieller Ferientag, trotzdem haben die meisten Schulen dahin einen beweglichen Ferientag gelegt und die Klassenzimmer zugemacht. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg begrüßt diese kleine Auszeit zwischendrin, selbst wenn Eltern, die nicht frei haben, nicht wissen, wer nun ihre Kinder betreut. Für die Schüler sind diese Phasen der Entspannung jedoch wichtig und wesentlich besser als Pillen, die etliche glauben, nehmen zu müssen, um den Schulalltag bewältigen zu können.
02.05.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg"Medikamente sind bei Schülern in den seltensten Fällen geeignete Mittel zur Stressbewältigung oder Leistungssteigerung und sollten ohne ärztliche Verordnung nicht angewendet werden", warnt der VBE-Sprecher. Solch ein "Doping" kaschiere in der Regel die Warnsignale für eine schwierige Lebenssituation des Schülers und verhindere wirkliche Hilfe. Schüler lebten heute in einer von Freizeitstress, Reizüberflutung und Leistungsanforderungen regierten Welt, die auch sehr stark durch soziale Kälte geprägt ist. Nach Meinung des VBE lösten Tabletten jedoch weder Lern- noch Lebensprobleme der Schüler, sondern unterdrückten diese lediglich, um sie später noch heftiger hervortreten zu lassen.
Wenn Schüler dem Irrglauben verfallen, ohne Pillen den Schulalltag nicht mehr bewältigen zu können, wird so frühzeitig der Grundstein für Suchtverhalten und Tablettenabhängigkeit gelegt. Ursachen für die Einnahme aufputschender oder beruhigender Mittel findet man sicher auch im Erfolgsdruck und in den Auslesemechanismen, denen schon junge Schüler ausgesetzt sind. Dass bereits zum Ende der vierten Klasse die Entscheidung über die weitere Schullaufbahn gefällt wird, verstärkt den unterschwelligen oder offenen Druck auf die Kinder.
Weitere Stressfaktoren liegen meist im Umfeld der Schüler. Übermäßiger Fernsehkonsum sowie die im Überfluss genossene Spiele-, Spaß- und Horrorwelt der neuen Medien schaden in der Regel der Konzentrationsfähigkeit mehr als dass sie nützen. Für Kinder ist es wichtig, dass sie über ausreichend unverplante Zeit zum freien Spielen verfügen. Eine totale Pädagogisierung der kindlichen Freizeit ist ebenso schädlich wie die Vernachlässigung der Erziehung.
Kinder müssen sich angenommen wissen, brauchen verlässliche Zuwendung. Der VBE ermuntert alle Eltern, nicht zuerst die "Karriere" des Kindes im Auge zu haben, sondern vor allem dessen körperliche und seelische Gesundheit und dann erst die Schullaufbahn..
Schönes Bild
Boah was für n Header
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LALALALA Text neben Inobox,
Diese Info ist megawichtig für Kuchenbacken!
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