VBE bei den Pädagogischen Assistenten zwiegespalten
Zurzeit werden die Stellen für die von der Landesregierung neu geschaffenen Pädagogischen Assistenten an Hauptschulen im Internet ausgeschrieben. Beim Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg ist man sich nicht sicher, ob man darüber glücklich sein soll oder nicht. Jede Entlastung besonders belasteter Lehrkräfte sei zu begrüßen, so VBE-Chef Rudolf Karg, andererseits seien auch die Bezugs-Lehrkräfte durch den Status der nicht eigenverantwortlich unterrichten dürfenden Assistenten zusätzlich gefordert, insbesondere was die Absprachen im Vorfeld, die Unterrichtsvorbereitungen und die Organisation der gemeinsamen Stunden betrifft.
22.11.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergWenn ich großen Hunger habe und die Wahl bekomme zwischen einer trockenen Brezel und der Aussicht auf ein möglicherweise fulminantes Mahl irgendwann in der Zukunft, werde ich mich wohl pragmatisch für die sofortige "Beruhigung des knurrenden Magens" durch die Brezel entscheiden, sagt VBE-Landeschef Rudolf Karg. Ähnlich ergehe es den Hauptschulen mit den jetzt angebotenen "Pädagogischen Assistenten". Die Hauptschulen greifen nach jedem dargebotenen Strohhalm, um zusätzliche Unterstützung zu erfahren.
Die Frage, die jedoch erst in der Zukunft beantwortet werden kann, ist, ob die Pädagogischen Assistenten, die nicht eigenverantwortlich vor der Klasse stehen dürfen, zwar zu einer Hilfe für die schwächeren Schüler werden, den Hauptschullehrkräften aber letzten Endes durch ihren Status als "unmündige Pädagogen" eine spürbare Mehrarbeit bescheren werden.
Besonders ärgerlich ist für den gewerkschaftlichen Berufsverband VBE, dass es viel zu viele gut ausgebildete junge Lehrkräfte gibt, die keine Anstellung im Schuldienst des Landes Baden-Württemberg bekommen haben und nun durch die Hintertür als Hilfslehrer einen Platz in den Schulen finden, ziemlich überqualifiziert für die geforderten Aufgaben, aber dafür völlig unterbezahlt.
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