VBE gratuliert der designierten Kultusministerin
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) wünscht der designierten neuen Kultusministerin, Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD), das richtige Gespür für das, was an Schulen verändert werden muss und was beibehalten werden sollte.
02.05.2011 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergDer VBE wünscht ihr die dazu notwendige Unterstützung durch das Finanzressort. "Die schönen Worte und Visionen in den Wahlprogrammen und alle Absichtserklärungen müssen sich noch an den Klippen der Schulwirklichkeit bewähren", sagt VBE-Chef Gerhard Brand.
Als eine Schwächung der schulischen Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen auf dem Weg zu mündigen, demokratischen Bürgern bezeichnete der VBE-Vorsitzende die Neigung, schnell im kostenintensiven Bildungsbereich sparen zu wollen. Die Ausgaben für Bildung und Erziehung waren bereits bei Schwarz-Gelb wegen der knappen öffentlichen Kassen rückläufig. "Wir können es uns in Baden-Württemberg nicht leisten, auf der einen Seite die neue Zukunft zu beschwören und andererseits zu wenig in das Bildungssystem zu investieren. Beschwörungen hatten schon im Mittelalter nicht geholfen, für die Wissensgesellschaft von heute sind sie völlig untauglich", versichert Brand.
Der VBE wird sich weiter mit Vehemenz dafür einsetzen, dass auch künftig junge Lehrkräfte im Beamtenverhältnis beschäftigt werden, denn dieser Status garantiert den Schulen Kontinuität und Stabilität bei der täglichen Arbeit.
Der VBE sieht in der Mehrgliedrigkeit des Schulwesens weiterhin die Zukunft, wobei flexible Öffnungen für Gestaltungswünsche vor Ort möglich sein müssen.
Im Bereich der Inklusion sieht der VBE dringend Handlungsbedarf, wehrt sich aber dagegen, diese den Schulen einfach überzustülpen, ohne dass vorher die entsprechenden personellen, räumlichen und sächlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Zuerst müssen in der Lehreraus- und -fortbildung die notwendigen Inhalte vermittelt werden, bevor von Lehrern die Umsetzung der Inklusion verlangt wird. Sonderschulen werden auch weiterhin sinnvolle und notwendige Einrichtungen bleiben.
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