Baden-Württemberg

VBE kritisiert konträre Aussagen des Ministerpräsidenten

"Einmal hin – einmal her, rundherum das ist nicht schwer". An dieses berühmte Kinderlied fühlt man sich beim Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Südbaden erinnert, wenn Ministerpräsident Stefan Mappus nach seinen positiven Aussagen in der kürzlich erfolgten Regierungserklärung nun plötzlich modifiziert, dass es im Bildungsbereich jetzt doch zu Einsparungen kommen könnte.

12.04.2010 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Der Vorsitzende des VBE Südbaden, Ekkehard Gabriel (Gundelfingen), zugleich auch Mitglied im Hauptpersonalrat bei der Lehrervertretung im Kultusministerium, stellt fest, dass so kurzfristige konträre Aussagen an der Glaubwürdigkeit im Bildungsbereich rütteln. Offenbar habe das Ministerium nun bei den Lehrbeauftragten für Schulen mit den Einschnitten begonnen, indem ein Drittel der Gesamtausgaben eingespart wurden. Dies kritisiert der VBE auch im Hinblick auf eventuelle weitere Kürzungen.

Besonders die Bildungspoltik müsse verlässlich sein, weil nur langfristig garantierte Entwicklungen zu Erfolgen führen können. Einen "Nürnberger Trichter", bei dem nach einer gängigen Redewendung Wissen über Nacht in die Schüler eingefüllt werden könne, gäbe es in der Realität bei Schule und Bildung leider nicht. Eingeleitete positive Entwicklungen, die zweifellos längfristig angelegt sein müssen, müssten auch zu Ende geführt werden, ist die unumstößliche VBE-Meinung.

www.vbe-suedbaden.de


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