Baden-Württemberg

VBE lobt Kultusministerin wegen ihres Einsatzes

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg begrüßt, wenn sich Kultusministerin Marion Schick vom Finanzminister nicht einschüchtern lässt. Immer wieder reitet der gerne verbale Attacken gegen die Pädagogischen Tage an den Schulen, so als ob sich Lehrer da einen schönen Tag machen.

08.04.2010 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Schon jetzt sollen Pädagogische Tage bevorzugt in der unterrichtsfreien Zeit stattfin­den. Für eine Sonderregelung ist die Zustimmung der Schulkonferenz erforderlich. In diesem Gremium sitzen auch Eltern.

Wenn einmal Unterricht für diese besondere Fortbildung der Lehrer ausfällt, kommt das wiederum den Schülern zugute, wenn dadurch die Qualität des Un­terrichts erhöht werden kann. Bisweilen sind hochkarätige Referenten nicht zu "Ferien"-Terminen zu haben oder es sprechen andere wichtige Gründe dafür, den Pädagogischen Tag während der Unterrichtszeit abzuhalten. Wenn Lehrer etwa am Pädagogischen Tag eine andere Schule aufsuchen, um bei­spielsweise beson­ders gelungene Beispiele für offenen Unterricht zu studieren. Diese Schü­ler würden sich bedanken, wenn sie extra in der unterrichtsfreien Zeit in die Schule kommen müssten.

Warum sich der Finanzminister immer mehr in interne Schulangelegen­heiten ein­mische, sei unverständlich, wundert sich der VBE-Chef. Dass durch die Ver­besserung der Unterrichtskultur ein "wirtschaftlicher Schaden" entstehe, sei nicht nachzuvollziehen, so Karg. Richtig sei vielmehr, dass durch die schon bei­nahe fahrlässig zu nennende Handhabung des Arbeits- und Gesund­heitsschutzes für Lehrer durch die Landesregierung ein weitaus größerer Schaden entstehe als durch den wegen schulinterner Lehrerfortbildung ausfal­lenden Unterricht.

Frühzeitig durchgeführte Arbeits- und Gesundheitsschutz­maßnah­men könnten zu einer deutlichen Reduzierung krankheitsbedingter Fehl­zeiten bei Lehrern führen. Lärm und psychischer Stress durch übervolle Klassen und zu­nehmend mehr verhaltensauffällige Schüler belasten Pädagogen über Gebühr und machen auf Dauer krank. Hier müsste der Finanzminister ansetzen und endlich entspre­chende Haushaltsmittel zur Verfügung stellen.


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