Gesundheit

VBE: Mit gesunder Ernährung zu besseren Schulnoten

"So manches schulische Lernproblem könnte durch eine vernünftige und bedarfsgerechte Ernährung der Schüler deutlich abgefedert werden", ver­sichert der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung Ba­den-Württemberg (VBE), Rudolf Karg. Ungesundes Essen und Trinken machen Schüler müde und nicht nur körperlich, sondern auch geistig träge.

28.06.2010 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit der Schüler wird entscheidend durch deren Ernährung beeinflusst. "Ein ernährungsphysiologisch falsches Fast­food-Pausenvesper oder immer nur Süßes führen nach scheinbarer Sättigung rasch zu einem Leistungsabfall, manchmal zu Unlustgefühlen und vor allem langfristig zu Übergewicht", mahnt der VBE-Chef.

Das eigentliche Problem liegt nach Auffassung des VBE neben den speziell auf die kaufkräftige Zielgruppe "Schüler" ausgerichteten Werbekampagnen für Süßigkeiten, Limonaden und Fastfood leider auch in der negativen Vorbild­funktion vieler Erwachsener. Über die Hälfte der Bevölkerung leidet unter leich­tem, jeder Fünfte unter starkem Übergewicht - mit allen hinlänglich bekannten Beeinträchtigungen durch Folgeerkrankungen.

Der Nahrungsmittelindustrie und den großen Supermarktketten liegt verständ­licherweise zunächst einmal nicht die Gesundheit und geistige Frische der Schü­ler am Herzen, sondern ein gewinnmaximierender Umsatz. "Permanente Kalo­rienbomben vor, in und nach der Schule lassen den Körper auseinander und den Geist höchstens auf Standby gehen", mahnt Karg. Die Lust auf vollfettes Fast­food in Verbindung mit zuckersüßen Limonaden und der Gruppenzwang unter Kindern und Jugendlichen seien jedoch in der Regel stärker als alle Vernunft. Trotzdem müsse die Schule das Thema immer wieder im Unterricht aufgreifen.

Der VBE-Vorsitzende ermuntert Eltern, im Interesse ihrer Kinder auf ein aus­gewogenes Frühstück daheim - wenn möglich mit der Familie (!) - und ein ge­sundes Pausenvesper zu achten. Ein abwechslungsreich zubereitetes Schulbrot mit Paprika, Gurke oder Tomate und einem Apfel kurble in Verbindung mit der anschließenden Bewegung in der Pause den Stoffwechsel an, mobilisiere körper­liche und geistige Reserven und stärke das Selbstvertrauen in die eigene Leis­tungsfähigkeit. "Das ist nicht nur gesund, sondern auf Dauer meist wirkungs­voller als teurer Nachhilfeunterricht", versichert Karg.


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