VBE: Neue Schulformen dort zulassen, wo alle es wollen

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sieht in der Basisschule für al­le, wie es jetzt die Grünen und seit lan­gem der baden-württembergische Hand­werkstag fordern, eine durchaus realistische Möglichkeit, die Schul­landschaft im Südweststaat zu bereichern.

14.04.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Während in manchen Regionen Haupt­schulen noch einen stabilen Zulauf haben, brechen in anderen Gebieten die Übergangszahlen auf diese gern ge­schmähte Schulart erdrutschartig weg, so dass Schul­schließungen die unaus­weichliche Folge sind. Die Abstimmung mit den Füßen werde in diesen Regionen sehr bald zwangsläufig zu einer Veränderung der Schul­struktur füh­ren, schlussfolgert VBE-Lan­deschef Rudolf Karg.

Bereits jetzt sei die Grundschule eine vierjährige "Basisschule", so der VBE-Vorsitzende. Sie müss­te, wenn man den Vorstellungen der Handwerker und der Grünen fol­gen würde, lediglich zeitlich verlängert und inhaltlich modifi­ziert werden, so Karg. Die Zeit für eine flächendeckende Basisschule für das ganze Land sei je­doch einfach noch nicht reif. Vor allem Gymnasial- und Real­schul­lehrer verweisen immer wieder auf ihre (vermeintlich) gesunde Schulart.

Unabhängig von der Schulstrukturdebatte müssen die Schulen jetzt sichtbar ver­än­dert werden, fordert VBE-Chef Karg. Notwendig seien optisch ge­fällige und mo­dern ausge­stattete Schulgebäude mit schülergerechten Pausenhöfen so­wie Klassen mit deutlich weniger Schülern, als bisher amtlicherseits vorge­schrieben. "Die beste Schulreform ist und bleibt die kleine Klasse", argumentiert Karg, da nur so die Lehrkräfte ausreichend Zeit für persönliche Zuwendung bei je­dem ein­zel­nen Schü­ler haben. In der Erwachsenenbildung, die in der Regel aus­schließ­lich auf frei­williger Basis laufe, werden Kurse bei zwanzig Teilnehmern für voll erklärt und zugemacht, weiß Karg. In der Schule sitzen jedoch bis zu 33 Ler­nende in einem Klassen­zim­mer und das, obwohl es diese häufig aufgrund einer nicht immer einfachen Lebens­geschichte deutlich schwerer haben.


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