VBE: Schulweg mit Erstklässlern schon jetzt einüben
Im letzten Jahr verunglückten in Baden-Württemberg 638 Kinder unter sechs Jahren im Straßenverkehr. Bei der Gruppe der Sechs- bis Zehnjährigen waren es mit 1038 deutlich mehr (Quelle: Statistisches Landesamt). Auch wenn die Zahlen insgesamt in den letzten Jahren sukzessive zurückgegangen sind, ist doch jedes verunglückte Kind ein Kind zu viel, heißt es von Seiten des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE). Der rät Eltern von künftigen Erstklässlern, schon jetzt in den Sommerferien den sichersten Schulweg herauszusuchen und diesen mit dem Kind gemeinsam mehrmals ohne Hektik und Zeitdruck abzulaufen und richtig einzuüben.
17.08.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergNoch sind Sommerferien, und trotzdem empfiehlt der VBE Eltern von Erstklässlern, jetzt schon an die Schule zu denken. Nicht nur der Ranzenkauf ist wichtig. Eltern der Abc-Schützen sollten die Zeit vor Schulbeginn dazu nutzen, ihrem Kind die nötige Sicherheit für den künftigen Schulweg zu geben. "Eltern von Schulanfängern können Ängste minimieren, wenn sie noch in den Ferien die Schulzeit intensiv vorbereiten: gemeinsam mit dem Kind den gefahrlosesten Schulweg auswählen und ihn zur Probe mehrmals ablaufen, wenn möglich zu den entsprechenden Zeiten morgens und mittags", schlägt der VBE-Sprecher vor. Das gebe allen Beteiligten ein beruhigendes Gefühl von Sicherheit, vor allem dann, wenn die Kinder am Ende der Übungen den Eltern den Schulweg "zeigen" und diese dann "führen" dürfen.
Bei Unfällen mit Schulkindern ist die Frage, wer daran "Schuld" hat, sekundär. Vorbeugung ist wichtig, damit es erst gar nicht zu einem Unglück kommt. Deshalb greifen auch Kindergärten und Schulen regelmäßig das Thema "Gefahren im Straßenverkehr" auf und üben mit den Kindern - oft mit Hilfe der Polizei - die Vermeidung von kritischen Situationen. Den ganz persönlichen Schulweg mit seinen spezifischen Gefahrenpunkten kennen die Eltern jedoch viel besser. Diese sollten ihr Kind individuell auf die Teilnahme am Straßenverkehr vorbereiten, rät der VBE. Auch anhand von Schulwegplänen der Städte und Kommunen können Eltern den sichersten Weg heraussuchen, der nicht immer der kürzeste sein muss.
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