VBE: Sonderschulen leisten sehr gute Arbeit
Anders als die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung sieht der Verband Bildung und Erziehung (VBE) das differenzierte Sonderschulwesen, so wie es in Baden-Württemberg derzeit eingerichtet ist, nicht als negativ und ein Überwechseln von Kindern auf diese Schulart auf keinen Fall als ein "Abschieben" an.
13.06.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergDer VBE hält eigenständige Sonderschulen zurzeit weiterhin für erforderlich, solange schon allein aufgrund der schlechteren sächlichen und personellen Ausstattungen der Regelschulen nicht alle Kinder dort optimal gefördert werden könnten und dadurch in viel zu großen Klassen "untergehen" würden.
Das Sonderschulwesen ist nach Ansicht des VBE in Baden-Württemberg hervorragend ausgebaut und die Pädagogen bestens fachlich ausgebildet. In den zehn verschiedenen Sonderschultypen sind professionelle Rahmenbedingungen für eine individuelle, kindgerechte Bildung und Erziehung gegeben.
Immer wieder wird von Eltern versucht – bisweilen auch "mit der Brechstange", zum Teil schwerst behinderte Kinder in Regelschulen unterzubringen, selbst wenn dort nicht die entsprechenden Fördermöglichkeiten vorhanden sind. Dadurch würden sowieso schon benachteiligte Kinder noch einmal benachteiligt.
Für den VBE ist es unbestritten, dass alle behinderten Kinder einer optimalen Förderung bedürfen, um ihnen den bestmöglichen Einstieg in eine eigenverantwortliche Lebensbewältigung zu geben. Der Besuch einer allgemeinen Schule kann für Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf nur dann sinnvoll sein, wenn an dem gewünschten Schulort die personellen, sächlichen und räumlichen Voraussetzungen stimmen. Dies ist in Ermangelung der nötigen Finanzmittel in den wenigsten Schulen zurzeit der Fall.
Wegen der umfassenden gezielten effektiven Förderung der Kinder sind Sondeschulen daher ein Baustein zur Integration und kein Hort der Ausgrenzung.
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