VBE: Sparpolitik zeigt Mängel auf
Angesichts der vielfältigen Abschlüsse von Krankheitsverträgen, die sich alleine in Südbaden seit Beginn dieses Schuljahres im Hunderterbereich bewegen, lassen beim Verband Bildung und Erziehung (VBE) zwei Themen im Schulbereich aufleuchten. Offenbar war die Lehrerversorgung doch nicht so üppig, wie die Landesregierung und das Kultusministerium es offiziell zu Schuljahresbeginn verbreiten ließen. Und: in einigen Kreisen ist die zur Verfügung stehende Lehrerreserve weitgehend aufgebraucht. Diese Feststellung trifft der Vorsitzende des VBE Südbaden, Ekkehard Gabriel (Gundelfingen). Der VBE zeigt sich angesichts der offiziellen Entwicklung erneut sehr beunruhigt.
17.10.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-WürttembergWenn die Krankheitsreserve bereits zu Beginn des Schuljahres für längerfristige Einsätze verplant wird, verliert sie ihren Sinn , ist Gabriel überzeugt. Ursprünglich sollte diese kurzfristig einsetzbare Vertretungsreserve plötzlich auftretende Versorgungsengpässe ausgleichen.
Da den Lehrkräften durch Neuerungen vom Dienstherrn immer größere Belastungen zugemutet würden, gehe der VBE auch nicht davon aus, dass der kurzfristig auftretende Unterrichtsausfall die Marge des letzten Schuljahres unterschreiten wird. Der Verband drängt deshalb darauf, nicht nur insgesamt mehr Lehrkräfte einzustellen, um diese an das Land zu binden, sondern auch eine echte Krankheitsreserve von plus 5 Prozent vorzuhalten. Letztlich wird es wieder einmal auch eine Frage der Finanzierung sein, ob unser Vorschlag einer strukturellen Lehrerreserve Chancen auf Realisierung hat , so der VBE-Landesbezirksvorsitzende. Dazu sagen wir ganz klar: Die Unterrichtsversorgung muss besser werden, zum Nulltarif ist das nicht zu haben. Das wissen und wollen auch die Eltern, die bei ihren Kindern eine ganz andere Schulwirklichkeit erleben als sie von der Landesregierung mit blumigen Worten beschrieben wird!
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