Berlin

Vergleichbare Leistungsstärke des doppelten Abiturjahrgangs

Die Abfrage der Halbjahresnoten im ersten Kurshalbjahr der gymnasialen Oberstufe hat ergeben, dass die Differenzen zwischen dem 12jährigen und dem 13jährigen Bildungsgang minimal sind und keine bemerkenswerten Unterschiede aufweisen. In Betrachtung des Punktesystems (ein Punkt gleich ein Drittel Note) divergieren die Grund- und Leistungskurse der Bildungsgänge kaum voneinander. Einzig im Leistungsfach Spanisch, das jedoch von nur 2,6 % der Schülerinnen und Schüler gewählt wurde, gibt es einen Punktunterschied von 1,29. Die detaillierte Betrachtung kann anhängender Tabelle entnommen werden.

12.01.2011 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

"Die minimalen Differenzen, die ohnehin zwischen den Jahrgängen der gymnasialen Oberstufe auftreten, zeigen, dass sich Schulen und Schülerschaft in ihrer Gesamtheit gut auf den doppelten Abiturjahrgang eingestellt haben. Für das dahinterstehende Engagement danke ich allen Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern. Befürchtungen, dass in einzelnen Fächern der 12. Bildungsjahrgang gegenüber dem 13. Bildungsjahrgang Nachteile erleiden könnte, haben sich nach der Auswertung des ersten Kurshalbjahres nicht bestätigt. Trotzdem werde ich die Noten der Gesamtqualifikation des doppelten Abiturjahrganges weiterhin auswerten lassen und die Schulen dazu anhalten, alles zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler im 12jährigen Bildungsgang zu tun," so Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner.

Der doppelte Abiturjahrgang wird das Abitur im Schuljahr 2012 erlangen. Die Noten der Halbjahreszeugnisse fließen je nach Planung der Schullaufbahn bis zu einem Viertel in die Gesamtqualifikation ein, die Gesamtqualifikation wiederum zu zwei Drittel in die Abiturnote. An 94 Gymnasien haben am 5. Januar 2011 8.034 Schülerinnen und Schüler des 12. Bildungsjahrganges und 8.747 des 13. Bildungsjahrganges ihr Halbjahreszeugnis erhalten.

Die Verkürzung des Bildungsganges von 13 auf 12 Jahre erfolgte im Zuge der Schulgesetzänderung von 2004. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler hatten bereits in der Grundschule und in der Sekundarstufe I zusätzlichen Unterricht nach veränderten Rahmenlehrplänen, um die reduzierte Gesamtschulzeit auszugleichen. Die Schulen erhielten zur Abdeckung der erhöhten Stundentafel zusätzliches Lehrpersonal.

Auswertung der Ergebnisse im ersten Kurshalbjahr in Punkten siehe PDF-Datei in der rechten Spalte.


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