"Verkehrssicherheit muss Chefsache an Schulen werden!"

"Machen Sie die Verkehrssicherheit an Ihren Schulen zur Chefsache!", forderte Kultusstaatssekretär Freller heute die bayerischen Schulleiterinnen und Schulleiter auf.

15.09.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Im vergangenen Jahr sind im Durchschnitt vier Schüler an jedem Schultag verunglückt. Wir können uns daher nicht damit zufrieden geben, dass diese Zahlen viel besser sind als in früheren Jahren", so Freller heute bei der Jahreshauptversammlung der Gemeinschaftsaktion "Sicher zur Schule � sicher nach Hause" in Bayreuth. Die Initiative, 1969 von Landesverkehrswacht Bayern, ADAC, Bayerischem Rundfunk und dem Verkehrsparlament der Süddeutschen Zeitung gegründet, engagiert sich seit über 35 Jahren für die Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen.

Freller warnte davor, Kinder zu früh mit dem Fahrrad in die Schule fahren zu lassen: "Kinder bis zum Alter von 10 Jahren sind damit überfordert, gleichzeitig ein Fahrrad zu lenken und die Verkehrsregeln zu beachten." Erst nach Abschluss der Fahrradausbildung in der 4. Klasse könne man überlegen, das Kind den Schulweg mit dem Fahrrad zurücklegen zu lassen. Immerhin passierten 42 Prozent aller Schulwegunfälle mit dem Fahrrad, erläuterte Freller.

Der Kultusstaatssekretär wies darauf hin, dass es viele gute Gründe gebe, zu Fuß zur Schule zu gehen: "Zu Fuß gehen ist gesund und wirkt dem Bewegungsmangel vieler Kinder entgegen � jeder Schritt macht fit. Zu Fuß gehen gibt mehr Sicherheit auf dem Schulweg, weil man typische Gefahrenstellen besser kennt. Zu Fuß gehen fördert soziale Kontakte, wenn Kinder gemeinsam unterwegs sind." Die Erfahrung vieler Lehrkräfte zeige auch, dass Kinder, die zu Fuß zur Schule kommen, ausgeglichener und leistungsfähiger sind.

Zu Fuß zur Schule zu gehen trage überdies nicht unwesentlich zum Schutz der Umwelt bei. "Wenn ein Schüler einen Schulweg von zwei Kilometern Länge zu Fuß zurücklegt anstatt mit dem Auto gefahren zu werden, dann werden in einem Schuljahr 160 Kilogramm CO2 weniger in die Luft geblasen", so Freller.


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