Sachsen

Vom Kindergartenkind zum Schulanfänger: Tipps für einen guten Start in die 1. Klasse

In zwei Wochen (20. August) ist es soweit: 32.800 Erstklässler erhalten ihre Zuckertüte. Danach steht Ranzen packen für den ersten Schultag am 22. August an. Für die Mädchen und Jungen beginnt jetzt ein spannender Lebensabschnitt mit vielen neuen Herausforderungen.

05.08.2011 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Damit der Übergang vom Kindergartenkind zum Schulkind möglichst problemlos verläuft, macht Kultusminister Roland Wöller schon heute darauf aufmerksam, dass "das Lernen bereits vor den ersten Schulstunden beginnt". Es sei wichtig, die Kinder auf diesen Tag vorzubereiten. "Noch vor der Einschulung können Eltern mit ihren Kindern den Schulweg abgehen, Hefte kaufen, den Schreibtisch für die Hausaufgaben einrichten oder die Abläufe des Schulalltags gemeinsam spielerisch durchgehen", regte Wöller an. Diese Dinge helfen den Kindern den neuen Lebensabschnitt leichter zu meistern und stärkt ihr Selbstvertrauen.

"Schule darf vor allem nicht mit Angst verbunden werden. Sprüche wie 'Jetzt beginnt der Ernst des Lebens' oder 'Von nun an weht ein anderer Wind' sind nicht hilfreich und setzen die Kinder unnötig unter Stress", so Wöller weiter. Eltern, Geschwister und Verwandte können dem Kind Mut machen. Ein einfacher Zuspruch oder eine Bestätigung motivieren und fördern die Lust am Lernen. Die Eltern selbst sollten sich nicht unter Druck setzen, sondern entspannt mit der neuen Situation umgehen. "Die Ruhe und Gelassenheit wird sich auch auf die Kinder übertragen", versicherte der Minister.

Weitere Tipps:

1. Zuckertüte

Die Zucktüte darf ruhig eine Zuckertüte bleiben und die Schuleinführung versüßen. Das fördert die Lust und Freude am Lernen. In jede Schultüte gehört aber auch geistige Nahrung, z. B. ein Buch. Lesen macht schlau und öffnet die Tür zu einer erfolgreichen Schullaufbahn. Die Vorfreude auf den Unterricht kann ebenso durch nützliche Dinge, wie zusätzliche Füller, Stifte, Werkenschürze, Farbkasten oder Sportsachen gesteigert werden.

2. Schulranzen

Neben schönen Formen und bunten Farben muss beim Schulranzen vor allem auf den Komfort geachtet werden. Wenig Eigengewicht, ein vorgeformter Rücken, eine gute Polsterung und gut sichtbare Reflektoren sind wichtig.

3. Schulweg

Vor der offiziellen Einschulung sollte auf dem Stundenplan von Eltern und Kindern das gemeinsame Abgehen des Schulweges stehen. Es ist vor allem wichtig, den Schulweg unter realen Bedingungen kennenzulernen. D. h., zu normalen Schulwegzeiten und nicht am Wochenende. Die Verkehrserziehung nimmt im Unterricht der Grundschule einen wichtigen Stellenwert ein. Fächerübergreifend und speziell im Fach "Sachunterricht" werden in den Klassenstufen eins bis vier die Verkehrsregeln vermittelt. In Zusammenarbeit mit der Polizei wird in der Grundschulzeit außerdem eine Fahrradausbildung angeboten.

4. Gesundheit/Sport

In den letzten Tagen vor dem Schulbeginn ist es wichtig, auf den möglicherweise neuen Tages- und Schlafrhythmus umzustellen. Ausreichend Schlaf verhindert Müdigkeit und Konzentrationsdefizite. Der Tag eines Schulanfängers sollte ruhig beginnen und ohne Hektik ablaufen. Es empfiehlt sich, den Ranzen gemeinsam am Vortag zu packen. Ein gesundes nahrhaftes Frühstück Zuhause sowie das schmackhafte Pausenbrot mit Obst, Gemüse und ausreichend Getränke sind eine wichtige Voraussetzung für konzentriertes, erfolgreiches Lernen. Um den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden, sollte neben den Hausaufgaben weiterhin auf viel Bewegung im Freien geachtet werden. Schüler, die regelmäßig körperlich aktiv sind, bleiben gesund und nehmen den Lernstoff konzentrierter auf. Sinnvoll ist die Mitgliedschaft in einem Sportverein. Neben ausreichend Bewegung werden hier wichtige soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Fairness vermittelt.

5. Belohnung und Motivation

Die Vorbereitungen auf den ersten Schultag sollten trotz aller Tipps nicht übertrieben werden und in Stress ausarten – es gilt, ein gesundes Maß zu halten. Vom ersten Tag an sollten die Eltern viel Interesse an den schulischen Abläufen zeigen und sich in Geduld üben, wenn nicht alles gleich klappt. Hin und wieder sind kleine Belohnungen hilfreich, um die Lernmotivation zu stärken.


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