"Wir bauen die Ganztagsschulen massiv aus"
Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat die Weichen auf einen massiven Ausbau der Ganztagsschulen gestellt - diese Entscheidung wurde lange vor dem Beschluss der Freien Wähler und der Forderung der SPD von heute getroffen. "Ich möchte unsere Schüler nach Bedarf fördern und damit Chancengerechtigkeit verbessern", so Minister Spaenle. Allein bis 2013 sollen nach den Planungen des Kultusministeriums an 600 Hauptschulen gebundene Ganztagszüge eingerichtet werden. Gegenwärtig bestehen bereits an 320 Hauptschulen in Bayern 338 gebundene Ganztagszüge, an 18 der 320 Standorte bestehen zwei Ganztagszüge.
09.02.2009 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusDer Forderung der Freien Wähler, alle Hauptschulen zu gebundenen Ganztagsschulen auszubauen, hält das Kultusministerium das Modell passgenauer Ganztagsangebote entgegen. Es gibt nämlich Schüler und Eltern, die gebundene Ganztagsangebote benötigen, weil die Eltern beispielsweise erwerbstätig sind, solche, die offene Angebote bevorzugen, weil die Eltern ihren Kindern eine zusätzliche Förderung im Sport- und Musikbereich zukommen lassen wollen, und weitere, die keine Ganztagsangebote nutzen möchten, weil sich die Eltern der Erziehung ihrer Kinder ganz bewusst selbst zuwenden.
In den Abbau der Höchstgrenze von Schülern pro Klasse ist das Kultusministerium bereits zum Schuljahr 2007/2008 eingestiegen. "Die konsequente Weiterentwicklung in allen Bereichen der Bildungspolitik in Bayern ist mit der Vorstellung des Zehn-Punkte-Plans, der Einführung der Dialogforen, dem Ausbau der Ganztagsangebote eingeleitet und geht zügig weiter", so Kultusminister Spaenle. Den Freien Wählern und der SPD rät Spaenle, sich der Mühe des Lesens zu unterziehen und die konkreten Projekte des Kultusministeriums zur Kenntnis zu nehmen.
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