Integration

Wir brauchen offeneren Umgang mit Lebensweisen

Die LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz schließt sich der Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur besseren Aufklärung in Schulen über nicht-heteronormative Lebensweisen an. Auch wenn die Änderung der rheinland-pfälzischen Sexualkunderichtlinien im letzten Jahr ein erster Schritt war, muss sich die Umsetzung an den Schulen noch verbessern.

05.10.2010 Pressemeldung LandesschülerInnenvertretung, LSV RLP

"Das Thema Homosexualität sollte möglichst früh in der Schule aufgegriffen werden. Anschließend muss das Thema dann regelmäßig wieder aufgegriffen werden und offen darüber in den Klassen gesprochen werden. Nur so können die Schüler und Schülerinnen aufgeklärt und das Thema enttabuisiert werden", so Philipp Bodewing, Pressereferent der LSV.

"Neben der gleichgeschlechtlichen Lebensweise bedarf es aber auch einer besseren Aufklärung über Bi-, Inter- und Transsexualität. Auch diese Lebensweisen sollten in jedem Fall im Unterricht angesprochen werden" so Marlene Schmahl, Mitglied des Landesvorstandes.

Wichtig ist dabei, dass die Themen nicht nur im Biologieunterricht stärker behandelt werden, sondern auch in anderen Unterrichtsfächern Einzug halten. Nur durch offene Aufklärung kann Homophobie und zum Beispiel der Verwendung des Wortes "schwul" als Schimpfwort entgegengewirkt werden.

"Schulbücher, in denen nicht nur klassische Rollenbilder gezeigt und somit vermittelt werden, wären ein Schritt in die richtige Richtung. In Mathematik beispielsweise kann in einer Textaufgabe genau so gut ein homosexuelles Paar die Familie darstellen, wie ein heterosexuelles Paar" so Philipp Bodewing abschließend.


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