Wöller: Bildung darf keine Frage der Herkunft sein

Sachsen wird sich auch künftig für begabte und engagierte Schüler, die selbst oder deren Eltern nach Deutschland zugewandert sind, engagieren. "Bildung darf keine Frage der Herkunft sein", so Kultusminister Roland Wöller. Gute Bildung sei einer der wichtigsten Bausteine für Integration. Der Kultusminister traf sich heute in Dresden mit sächsischen START-Stipendiaten. Das Programm der START-Stiftung ist eine Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Damit soll Schülern, egal aus welchem Land sie oder ihre Eltern kommen, der Zugang zu einem höheren Bildungsabschluss erleichtert werden. Insgesamt kommen im Freistaat 31 Mädchen und Jungen in den Genuss einer solchen Unterstützung.

23.04.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Die sächsischen Stipendiaten kommen unter anderem aus Vietnam, Kasachstan, Iran und Kirgisistan. Sie sind zwischen 14 und 20 Jahre alt und besuchen Gymnasium, Mittelschule, Berufliches Gymnasium oder Fachoberschule. Sie alle waren sich einig, dass das Stipendium sie anspornt, dass es eine wichtige Anerkennung ihrer Person und ihrer Leistungen bedeutet.

START-Stipendien werden jeweils für ein Jahr vergeben, können aber auch bis zum Abitur verlängert werden. Auch für das kommende Schuljahr werden wieder zehn Stipendien vergeben, Bewerbungsschluss ist der 30. April. Ein Notendurchschnitt von 2,5 und besser, gesellschaftliches Engagement und ein Migrationshintergrund der Schüler, Eltern oder Großeltern sind Voraussetzung für ein Stipendium. Schüler sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung die Klassenstufen acht bis zehn (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. die Klassenstufen sieben bis neun (bei 12-jähriger Schulzeit) besuchen.

Die Stipendiaten profitieren nicht nur von der materiellen Förderung – einem Laptop mit Internetanschluss sowie 100 Euro Bildungsgeld monatlich – sondern auch von einer intensiven ideellen Förderung. So gibt es zahlreiche Seminare unter anderem zu den Bereichen Persönlichkeitsbildung, Politik, Sport und Kunst. Zusätzlich werden Exkursionen angeboten.

Die START-Stipendien werden in Sachsen finanziert durch die START-Stiftung, die Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, die Deutsche Bank Stiftung sowie die Stadt Leipzig. Das Finanzvolumen für Sachsen beträgt 890.000 Euro. Die Landeskoordination liegt beim Kultusministerium.

Weitere Informationen: www.start-stiftung.de


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