Zöllner sieht Teilerfolge bei KMK-Debatte um Lehrerbezahlung und Lehrkräftebedarf

Die Kultusministerkonferenz (KMK) ist auf ihrer heutigen Sitzung in Berlin nur zum Teil den Anträgen des Landes Berlins für eine fairere Regelung der Deckung des Lehrkräftebedarfs in den Ländern gefolgt.

18.06.2009 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Demnach wird auf Initiative von Bildungssenator Zöllner eine Modellrechnung über den Einstellungsbedarf von 2010-2020 erarbeitet, um Aussagen über vorhandene Lehramtsstudiengänge und Trendaussagen zum fächerspezifischen Bedarf zu erhalten. Dabei soll auch verglichen werden, welchen Beitrag die einzelnen Bundesländer bis 2012 für die Ausbildung von jungen angehenden Lehrern im Vorbereitungsdienst leisten.

Das Land Berlin bildet traditionell eine große Zahl an Lehramtsstudenten aus. Die Zahl der Studien- und Referendariatsplätze wurde zum 01.02.2010 auf 1.000 bzw. 2.200 erhöht, so dass nach wie vor etliche andere Bundesländer von den Anstrengungen Berlins profitieren können.

Die KMK einigte sich ferner darauf, dass Bundesländer gezielte Werbe- und Informationsmaßnahmen in einem anderen Bundesland nur mit dem Einverständnis des betroffenen Landes durchführen. Baden-Württemberg hatte zu Anfang des Jahres unter anderem in Berliner U-Bahnhöfen mit großflächigen Plakaten für eine Bewerbung von Berlinern Reklame gemacht.

Bei der Frage einer vergleichbaren Besoldung für Lehrkräfte konnte keine Einigung erzielt werden. Auch der unter anderem von Berlin vorgeschlagene Passus "ein unangemessenes Besoldungs-/Vergütungsgefälle ist im Interesse der Sicherung qualitativ hochwertiger Bildungsangebote in allen Ländern zu vermeiden" fand keine Mehrheit.

Bildungssenator Prof. E. Jürgen Zöllner: "Berlin hat mit der Einigung in diesen Fragen zumindest einen Teilerfolg erreicht. Zu einem fairen Wettbewerb bei der Werbung um junge, engagierte Lehrerinnen und Lehrer gehört auch, dass reichere Bundesländer gegenüber ärmeren Bundesländern nicht die Karte der höheren Besoldung wie einen Joker spielen, den nur sie im Ärmel haben. Wer viel ausbildet und damit anderen Bundesländern beim Sparen hilft, sollte gerecht behandelt werden. Kooperativer Bildungsföderalismus braucht klare Spielregeln und eine angemessene Verteilung von Aufgaben und Mitteln!"


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