Zöllner: Zuversicht und Ansporn: 89 Prozent der Schüler erreichen den Mittleren Schulabschluss
Von den fast 18 500 Schülerinnen und Schüler, die im Jahre 2009 zur Teilnahme am Mittleren Schulabschluss (MSA) verpflichtet waren, haben 89 Prozent den MSA erreicht. Das entspricht einer Steigerung der Bestehensquote von drei bzw. vier Prozentpunkten im Vergleich zu 2008 respektive 2007. Um den Mittleren Schulabschluss zu bestehen, müssen Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen sowohl den Prüfungsteil als auch den Jahrgangsteil bestehen.
30.07.2009 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungIm Jahre 2009 haben 93 Prozent den Prüfungsteil und 94 Prozent den Jahrgangsteil bestanden.
Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Die erneute Zunahme der Bestehensquote ist eine gute Nachricht. Auch wenn es nach vier Durchgängen noch zu früh ist, um von einem gesicherten Trend zu sprechen, so deuten auch Einzelergebnisse darauf hin, dass die Berliner Schulen auf dem Qualitätspfad sind. Nicht zuletzt der Sprung bei den Schülerinnen und Schülern türkischer Herkunftssprache sollte für uns ein Anlass zur Zuversicht und zugleich Ansporn sein, die individuelle Förderung von Schülern mit Bildungsnachteilen weiter zu verbessern. Hierzu soll vor allem die Schulstrukturreform beitragen. Schließlich ist mir wichtig zu betonen, dass der Mittlere Schulabschluss in diesem Jahr völlig reibungslos verlaufen ist."
Im Mai und Juni 2009 fanden die zentralen Prüfungen des Mittleren Schulabschlusses (MSA) zum vierten Mal statt. Zur Teilnahme an der Prüfung verpflichtet sind alle Schülerinnen und Schüler an Gymnasien und Realschulen sowie ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler an Gesamt- und Hauptschulen. Freiwillig kann teilnehmen, wer von der Schulart bzw. von der Kursbelegung nicht verpflichtet ist, aber im 1. Halbjahr entsprechende Leistungen erbracht hat. Zur Einordnung und Auswertung erhalten alle Schulen noch Auswertungen ihrer MSA-Ergebnisse sowie landes- und schulformbezogene Referenzwerte.
Der Anteil Gymnasiasten an den Teilnahmeverpflichteten betrug 49 Prozent. Der Anteil der Realschüler an den Teilnahmeverpflichteten betrug 22 Prozent.
Ergebnisse nach Herkunftssprache
Differenziert nach Herkunftssprache (dH: deutsch; tH: türkisch; aH: andere) zeigen die Ergebnisse des MSA 2009, dass sich alle Teilgruppen verschiedener Herkunftssprachen in den letzten Jahren verbessert haben. Denn größten Sprung haben dabei die Schülerinnen und Schüler türkischer Herkunftssprache geschafft: Bestanden 2007 nur 67 Prozent der Schüler den MSA, so waren es 2009 bereits 76 Prozent.
Ergebnisse nach Fächern:
Deutsch: Mit Ausnahme der Ergebnisse aus den Hauptschulen und des Bildungsgangs Hauptschulabschluss an den Verbundenen Haupt- und Realschulen (V/H) werden mindestens dieselben Bestehensquoten wie in den Vorjahren erzielt. Insgesamt haben - wie im Vorjahr - 94 Prozent der Teilnahmeverpflichteten im Fach Deutsch den MSA-Standard erreicht.
Englisch: Teilweise sind deutliche Steigerungen der Bestehensquoten gegenüber dem Vorjahr festzustellen. Ausnahmen bilden das Gymnasialkursniveau T/F und die Gymnasien, bei denen aufgrund des Deckeneffekts nur noch minimale Zuwächse von 98 Prozent bzw. 99 Prozent auf 100 Prozent möglich waren. Insgesamt haben 95 Prozent der Teilnahmeverpflichteten im Fach Englisch den MSA-Standard erreicht. Im Vorjahr waren es 90 Prozent.
Mathematik: In allen Schularten und auf allen Kursniveaus werden substanziell höhere Bestehensquoten erreicht. Insgesamt haben 80 Prozent der Teilnahmeverpflichteten im Fach Mathematik den MSA-Standard erreicht.
Ergebnisse nach Geschlecht:
Die Bestehensquoten der zur Teilnahme verpflichteten Schülerinnen (90 Prozent) und Schüler (89 Prozent) unterscheiden sich weiterhin kaum. Die größte Differenz gibt es im Fach Mathematik: 76 Prozent der Schülerinnen, aber 84 Prozent der Schüler haben im Fach Mathematik den MSA-Standard erreicht. Dies ist etwa dieselbe Differenz, wie sie in den Vorjahren zu beobachten war.
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