UNICEF-Bericht

132 Millionen Kinder bekommen keine Schulbildung

(red/pm) In den Entwicklungs- und Schwellenländern gehen immer noch über 132 Millionen Mädchen und Jungen im Schulalter weder in eine Grund- noch in eine weiterführende Schule. Ihre Lernmöglichkeiten sind häufig zusätzlich durch Unterernährung in den ersten Lebensjahren beeinträchtigt. Schon jetzt machen junge Menschen fast 40 Prozent der weltweit rund 200 Millionen Arbeitslosen aus.

27.06.2013 Artikel
  • © Unicef

Dies sind einige Ergebnisse des UNICEF-Reports 2013 "Das Recht auf Zukunft", den UNICEFDeutschland anlässlich seines 60. Geburtstags heute in Berlin vorstellte.

Besonders schlechte Lebensbedingungen haben Kinder in fragilen Staaten wie Afghanistan, Somalia oder Süd-Sudan.

Anlässlich seines Geburtstags hat UNICEF Deutschland die Regierungen dazu aufgerufen, die bislang nicht erreichten Millenniumsziele mit Nachdruck zu verfolgen. Alle Staaten müssten ihre Verpflichtungen erfüllen, die sie mit der UN-Kinderrechtskonvention eingegangen sind. Die Entwicklungshilfe müsse sich auf die besonders benachteiligten und ausgeschlossenen Bevölkerungsgruppen konzentrieren.

"Das Wissen und die Wege sind heute vorhanden, damit alle Kinder gesund aufwachsen und ihre Fähigkeiten entfalten können", erklärte Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender von UNICEF Deutschland. "Doch bis heute profitieren gerade die ärmsten Kinder zu wenig von sozialen und technologischen Fortschritten. Man kann in nahezu jedem noch so entlegenen Ort der Welt mit dem Handy telefonieren – trotzdem fehlen dort elementare Dinge wie sauberes Wasser, ausreichende Nahrung oder gute Schulen. Die Kluft darf nicht weiter wachsen."

Weltweit wächst die größte Jugendgeneration aller Zeiten heran – doch viele junge Leute haben keine Perspektive. In Nordafrika und dem Nahen Osten ist mehr als jeder vierte Heranwachsende ohne Job. In der Europäischen Union stieg der Anteil der jungen Arbeitslosen von 11 Prozent (2007) auf 21,4 Prozent in 2011. In Spanien liegt er aufgrund der Wirtschaftskrise bei 50 Prozent


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