"Bildung für alle" noch ein fernes Ziel
(bikl) Während sich gestern auf Einladung des EU-Kommissars für Entwicklung und Humanitäre Hilfe, Louis Michel, Experten in Brüssel zu einer hochrangig besetzten Konferenz zum Thema Bildung trafen, forderten Kinder aus aller Welt vor dem Sitz der EU-Kommission ihr Recht auf Bildung.
03.05.2007 ArtikelDer Titel der Konferenz "Keeping Our Promises on Education", an der unter anderem Weltbankpräsident Paul Wolfowitz und der britische Schatzkanzler Gordon Brown teilnahmen, verweist auf das Millennium-Entwicklungsziel "Bildung für alle bis 2015", auf das sich die Staats- und Regierungschefs der Vereinten Nationen im Jahr 2000 verpflichtet haben. 2007 ist bereits Halbzeit auf diesem Weg. Aber noch immer haben fast 80 Millionen Kinder keinen Zugang zu Grundbildung - die meisten davon sind Mädchen.
Nach Berechnungen der Globalen Bildungskampagne sind allein zur Sicherstellung einer guten und kostenfreien Grundbildung für alle Kinder weltweit neun Milliarden US-Dollar im Jahr zusätzlich notwendig. Das Erreichen des weitergehenden Millenniumsziels "Bildung für alle", das auch die Alphabetisierung von rund einer Milliarde erwachsener Menschen weltweit einschließt, würde jährlich weitere sechs Milliarden US-Dollar zusätzlich erfordern, insgesamt also 15 Milliarden US-Dollar mehr pro Jahr.
Das gestrige Treffen gilt als Vorbereitung auf den G-8-Gipfel im Juni. Immerhin will die Europäische Union bis 2010 zusätzlich 1,7 Milliarden für die weltweite Bildung ausgeben.
- Weltweit: Lehrer und Schüler fordern "Recht auf Bildung - sofort"
- Aufruf zur Teilnahme an der Globalen Aktionswoche für Bildung vom 24.04. – 30.04.2006
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- „Über 100 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule – weltweit fehlen 15 Millionen Lehrkräfte“
Weiterführende Links
- Homepage EU-Kommissar Louis Michel
- Global Campaign for Education
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