CDU/CSU und SPD: Bildung ist entwicklungspolitischer Schlüsselsektor
05.06.2008 Pressemeldung Deutscher Bundestag
Die Bildungssituation in vielen Ländern sei weiterhin besorgniserregend, schreiben die Fraktionen zur Begründung. Den Angaben zufolge können immer noch 780 Millionen Menschen weltweit nicht lesen und schreiben. Millionen von Menschen hätten zudem keinen oder nur sehr eingeschränkten Zugang zu formellen und informellen Bildungsangeboten; fast 80 Millionen Kinder besuchten keine Schule.
Vor diesem Hintergrund solle die Bundesregierung insbesondere die für Bildung relevanten Kapazitäten und Koordinationsmechanismen stärken, fordern die Koalitionsfraktionen. Wichtig sei, "dass hohe Qualitätsstandards und die nachhaltige Finanzierung" bei der Zusammenarbeit im Bildungssektor gesichert seien. Erhöhte Priorität messen die Abgeordneten der Grundbildung bei.
Wichtig sei dabei die Gebührenfreiheit und spezifische Förderung des Schulbesuchs von Mädchen. Auch darüber hinaus solle die Bildung von Mädchen und Frauen explizit gefördert werden, "da Frauen eine Schlüsselrolle für die Entwicklung zukommt". Ihre Bildung sei von großer Bedeutung für eine nachhaltige Armutsbekämpfung, HIV-Prävention und das Erreichen der Millenniumsentwicklungsziele insgesamt, heißt es dazu weiter. Das Wissen und die Erfahrung der deutschen Auslandsschulen und des Goethe-Instituts wollen die Entwicklungspolitiker bei der Stärkung der Akteure im Bildungssektor ebenfalls nutzen.
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