Brandenburg

Land weitet Unterrichtsangebote in der Erstaufnahmeeinrichtung aus

Bildungsministerin Martina Münch hat heute die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) und den Unterricht für die Kinder von Asylbewerbern besucht.

21.10.2013 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Die Kinder in der Erstaufnahmeeinrichtung wollen gerne in die Schule gehen. Ich freue mich, dass wir engagierte und erfahrene Lehrkräfte gefunden haben, die diese Kinder unterrichten. Damit machen wir deutlich, dass unsere Bildungsangebote für alle gelten. Bei diesem speziellen Angebot werden diese Kinder intensiv und zielgerichtet auf die Schule vorbereitet. Mit dem Sprach- und Schulunterricht erleichtern wir den Kindern die Integration", so Münch. "Aus diesem Grund werden wir die Angebote ausweiten und zwei weitere Lehrkräfte in die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber schicken. Auch an vielen anderen Schulen im Land Brandenburg werden die Schülerinnen und Schüler aus Asylbewerber-Familien derzeit mit hohem Engagement unterrichtet und gefördert. Die Schulen erhalten dafür von den staatlichen Schulämtern zusätzliches Personal."

In der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt gibt es seit August 2013 eine kleine Schule, in der rund 50 Kinder unterrichtet werden. Die Stundenpläne sehen wöchentlich bis zu 20 Unterrichtsstunden in deutscher Sprache vor. Aufgeteilt in je zwei Lerngruppen für 7- bis 11-Jährige bzw. 12- bis 15-Jährige werden die Kinder in eigens hergerichteten Räumen auf dem Gelände der Einrichtung von acht Lehrerinnen der Otto-Buchwitz-Förderschule und der Astrid-Lindgren-Grundschule in Eisenhüttenstadt unterrichtet. Zwei weitere Lehrkräfte werden in den kommenden Tagen Unterricht für weitere 20 Schülerinnen und Schüler anbieten können. Vor der Aufnahme des Unterrichtsbetriebes wurden die Räume saniert und von der Stadt Eisenhüttenstadt mit Möbeln, Schultafeln und Overhead-Projektoren ausgestattet. Die Anschaffung von Unterrichtsmaterialien wird vom Innenministerium finanziell unterstützt. Die Lehrkräfte werden vom Bil-dungsministerium zur Verfügung gestellt.

Eine erste Betreuung für eine Gruppe von etwa zehn schulpflichtigen Kindern war bereits im Herbst 2012 eingerichtet worden. Die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Brandenburg bietet dort zwei- bis dreimal wöchentlich Unterricht in der Muttersprache und in Deutsch an. Das Angebot soll neben dem deutschsprachigen Unterricht fortgeführt werden.

Zum Hintergrund: Für ausländische Kinder, die sich im Asylverfahren befinden, gilt die so genannte Schulpflichtruhensverordnung. Das bedeutet: Mit der Erstauf-nahme von Kindern in der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber in Eisenhüt-tenstadt ruht die Schulpflicht zunächst. Die Schulpflicht beginnt erst nach dem Verlassen der Ersteinrichtung und dem Umzug zum neuen Wohnsitz im Land Brandenburg.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden