Zusammenarbeit von Schulen mit Ganztagsangeboten und Medienpädagogen von Jugendeinrichtungen vereinbart
Bildungsminister Holger Rupprecht und Vertreter des Landesarbeitsgemeinschaft Multimedia Brandenburg e.V. unterzeichneten heute in Potsdam eine Rahmenvereinbarung über die Umsetzung der Kooperation von Schulen und Jugendeinrichtungen mit medienpädagogischen Angeboten.
12.11.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgZiel dieser Kooperation ist es, die medienpädagogische Bildung in den Schulen zu unterstützen und die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Die Bereitstellung von medienpädagogischen Angeboten von den landesweit rund 70 Jugendinfo-Points im Rahmen des Ganztagsausbaus an Schulen soll zum bewussten Umgang mit unterschiedlichen Medien bei den Schülerinnen und Schüler beitragen.
"Die Vereinbarung zeigt, wie sinnvoll sich Jugendarbeit an Schulen mit Ganztags-angeboten integrieren lässt", sagt Bildungsminister Rupprecht. "So wird die Schule zu einem echten Ort des Lernens und praktischen Lebens für Schülerinnen und Schüler. Das Lernen an Schulen mit Ganztagsangeboten stellt durch die Angebote der Kooperationspartner, wie hier der LAG Multimedia, eine echte Kompetenzerweiterung und zusätzliche Lernmöglichkeit für die Schülerinnen und Schüler dar."
Die Angebote der LAG Multimedia sollen von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrgenommen werden, d. h. z. B. von Medienpädagoginnen und -pädagogen, Sozialpädagoginnen und -pädagogen mit Zusatzqualifikation in medienpädagogischen Fachrichtungen oder nebenberuflichen Fachkräften mit medienpädagogischer Qualifikation oder Erfahrung.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Multimedia Brandenburg e. V. wurde 1997 als freiwilliger Zusammenschluss von 16 Vereinen, Institutionen und Verbänden zur Förderung von Medienkompetenz bei Jugendlichen und Multiplikatoren der Jugendarbeit im Land Brandenburg gegründet. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit den so genannten Neuen Medien, insbesondere dem Internet. Hierfür organisiert sie gezielte Fortbildungen vor Ort. Die LAG wird aus Mitteln des Landesjugendplans mit jährlich 52.400,00 Euro gefördert.
Größtes Einzelprojekt der LAG Multimedia ist die zentrale internetgestützte Kommunikations- und Informationsplattform für die Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Land Brandenburg, der Jugendserver Brandenburg unter www.jugendinfo.com. Der Jugendserver ist als landesweites Dach für regionale internetbasierende Jugendinformationsdienste konzipiert. Zwischen den einzelnen Internetportalen (Jugendservern, Internetpräsentationen von Jugendeinrichtungen und -initiativen etc.) und der Landesplattform ist ein automatisierter Datenaustausch möglich. Das dezentral angelegte Konzept des Jugendservers ist bundesweit einmalig in Brandenburg entwickelt worden und Stand Pate für die Entwick-lung anderer Landesjugendserver.
Die Basis bilden dabei und auch für die Kooperationsvereinbarung mit den Schulen die so genannten Jugendinfo-Points. Jugendinfo-Points sind Jugendeinrichtungen im Land Brandenburg, die über eine entsprechende technische Ausstattung für die mediale Arbeit verfügen und die ihre inhaltliche und pädagogische Arbeit an bestimmten vereinbarten Qualitätskriterien ausrichten. Die Etablierung der Jugendinfo-Points ist das Ergebnis einer im Jahr 2000 breit angelegten Ausstattungsinitiative des MBJS, der LAG, der Stiftung Demokratische Jugend sowie der Kinder- und Jugendstiftung von Jugendfreizeiteinrichtungen mit multimedialer Technik gewesen. Im Rahmen der Initiative "Jugend ans Netz" konnten seinerzeit etwa 70 Jugendeinrichtungen ausgestattet werden.
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