Bildungspolitik in Gedenken an Johannes Rau zum 80. Geburtstag
15.01.2011 Artikel
In vielfältigen Veranstaltungen wird an den 80. Geburtstag von Johannes Rau am 16.1.2011 gedacht, der am 27. Januar 2006, kurz nach seinem 75. Geburtstag starb. Mit seinem Lebensmotto "Versöhnen statt spalten" war er besonders in der Zeit ab 1999 als Bundespräsident deutlich gemacht.
Anmerkungen: Es ist damit zu rechnen, dass entsprechende Würdigungen auch durch die Landesregierung NRW in der Gedenkfeier in der Staatskanzlei ausdrückt, zumal Johannes Rau seit dem Jahr 1970 zunächst als Landwirtschaftsminister Verantwortlichkeiten übernommen hatte.
Seine Grundhaltung sollte auch in der Bildungspolitik gelten, in der sich im Bereich der Schulpolitik in NRW inzwischen eine gewisse Annährung abzeichnet. Diese Bewegung ist auch für die notwendigen und überfälligen Verbesserungen im Elementarbereich des Bildungswesens in NRW erforderlich. Hier sind nicht nur Korrekturen an den mit dem Kinderbildungsgesetz eingeführten Regelungen erforderlich. Es müssen grundsätzlich bessere Bedingungen geschaffen werden, die auch mehr Geld kosten, als bisher vorgesehen sind.
Vielleicht können die Erkenntnisse von Johannes Rau aus dem Jahr 2004 Grundlage für gemeinsame Verantwortung auf allen Ebenen (Bund, Land, Kommunen, Träger) sein:
"Es stimmt: Wir geben schon heute viel Geld für unsere Bildungseinrichtungen aus. Gewiss gibt es auch viele Möglichkeiten, das Geld dort noch sinnvoller und effektiver zu verwenden. Aber es hilft nicht, darum herumzureden: Die öffentlichen Ausgaben für Bildung und Wissenschaft sind geringer, als wir uns das leisten können."
Johannes Rau in: "Den ganzen Menschen bilden – wider den Nützlichkeitszwang", Beltz Verlag, Weinheim und Basel, 2004, Seite 14
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