"Dreikäsehoch 2006" geht nach Emden
(bikl/idw) Die Emdener Kindertageseinrichtung "Schwabenstraße" erhält den Kita-Preis "Dreikäsehoch 2006" der Bertelsmann Stiftung. Mit ihrem Konzept zur Verbesserung der Lebens- und Bildungschancen von sozial benachteiligten Kindern setzte sie sich gegen rund 200 Mitbewerber aus ganz Deutschland durch. Der Preis in Höhe von 4.000 Euro wurde am 26. Februar, am Vorabend der Bildungsmesse didacta 2007, in Köln vergeben.
27.02.2007 Artikel"Mit dem Thema des diesjährigen Kita-Preises 'Jedes Kind mitnehmen - Bildungschancen für Kinder aus sozial benachteiligten Familien' greift die Bertelsmann Stiftung ein gesellschaftlich und bildungspolitisch hoch relevantes Thema auf", so Johannes Meier, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Der Kindertageseinrichtung als erster Bildungsinstitution eines Kindes jenseits der Familie komme eine besondere Bedeutung zu. Als Lern- und Lebensort, der von nahezu allen Gesellschaftsgruppen genutzt wird, könne die Kita dazu beitragen, herkunftsbedingten Benachteiligungen bereits in den frühen Lebensjahren entgegen zu wirken. "Investitionen in die frühkindliche Bildung sind sinnvoll, da kostspielige Sozialleistungen zu einem späteren Zeitpunkt vermieden werden. Bildungspolitik ist immer auch Sozialpolitik", betont Johannes Meier.
Die Kita "Schwabenstraße" habe ein vorbildliches pädagogisches Konzept entwickelt, das auch strukturell überzeuge, so Meier: "Es zeigt, wie allen Kindern der Zugang zu Bildung ermöglicht werden kann, wenn verschiedenste Professionen zusammen arbeiten. Dabei stehen die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Familien stets im Mittelpunkt."
Der mit 2.500 Euro dotierte und vom Aktionskreis Psychomotorik sowie dem ALS-Verlag zur Ver¬fügung gestellte zweite Preis geht in diesem Jahr an die Integrative Kindertagesstätte "Momo" in Pforzheim. Einen Gutschein des Ravensburger Spieleverlages im Wert von 1.500 Euro sowie 350 Euro vom ALS-Verlag erhält die Ev.-luth. Kindertagesstätte mit Familienzentrum an der Corvinuskirche in Hannover für ihren dritten Platz. Die Bewerbungen wurden in zwei Runden anhand unterschiedlicher Qualitätskriterien von einer sechsköpfigen Fach-Jury bewertet. Neun Bewerber kamen in die Endauswahl.
Keine Kommentare vorhanden