Erwin Pfister ehrt Mechatroniker
Am Donnerstag, dem 3. Februar ist auf der Bildungsmesse didacta in Stuttgart der Bundeswettbewerb Mechatronik mit der Siegerehrung durch Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Erwin Pfister (FDP) zu Ende gegangen. 23 Teams von Auszubildenden aus renommierten Technologie-Unternehmen haben drei Tage lang auf der didacta ihre mechatronischen Fertigkeiten unter Beweis gestellt. Der Bereich Ausbildung/Qualifikation besitzt auf der größten europäischen Bildungsmesse einen hohen Stellenwert. Insgesamt 641 Aussteller aus 14 Ländern zeigen noch bis Freitag, 4. März Neuheiten und Innovationen aus den vier Bereichen Kindergarten, Schule/Hochschule, Ausbildung/Qualifikation sowie Weiterbildung/ Beratung.
04.03.2005 Pressemeldung Didacta Verband e.V. / Verband der Bildungswirtschaft"Die Region Stuttgart ist ein guter Standort für die Mechatronik und für einen Wettbewerb in diesem Bereich. In dem Beruf kommen Maschinenbau, Elektrotechnik und Information zusammen. Und gerade in diesen Branchen sind die hiesigen Unternehmen stark", sagte der baden-württembergische Wirtschaftsminister Erwin Pfister bei der Preisverleihung des Bundeswettbewerbs Mechatronik. "Wenn heute Deutschland mit 28 Prozent der internationalen Patente im Maschinen- und Anlagenbau vor Japan und den USA an erster Stelle liegt, so ist dies vor allem die Leistung der in der Branche beschäftigten Mitarbeiter", sagte Ulrich P. Hermani vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) stolz.
Den ersten Platz im Bundeswettbewerb Mechatronik konnte sich das Team der Festo AG sichern. Die Arbeit von Stefan Kostka und Andreas Veiel überzeugte die Jury. Der zweite Preis ging in den hohen Norden, an Stephan Tramm und Bernhard Trumann von der Hamburgischen Elektrizitätswerke AG. Den dritten Preis erreichte das Team der Sick AG, bestehend aus Johannes Baier und Martin Schneider. Das Sieger-Team qualifizierte sich automatisch für die Berufsweltmeisterschaften "WorldSkills 2005" im Frühsommer in Helsinki. Bei dem "WorldSkills Competition" handelt es sich um Wettbewerbe in verschiedenen Berufsgruppen, die alle zwei Jahre stattfinden. Der letzte Wettbewerb in der Schweiz wurde von 180.000 Besuchern verfolgt. Das zeigt den hohen Stellenwert der Nachwuchsförderung in technischen Berufen.
Der Ausbildungsberuf des Mechatronikers ist noch sehr jung, es gibt ihn erst seit 1998. Das Berufsbild war notwendig geworden durch die zunehmende Komplexität moderner Fertigungsanlagen, in denen mechanische, pneumatische, hydraulische, elektronische und informationstechnische Komponenten zusammenarbeiten. Deshalb sind heute Mechatroniker als Fachkräfte mit übergreifenden Qualifikationen sehr gefragt, weil die Innovationskraft in dem noch jungen Beruf sehr groß ist. "Uns ist es heute möglich, bei einem Zehntel der Größe eines noch vor drei Jahren gebauten Ventils, die gleiche Leistungsdichte inklusive Elektronik unterzubringen", sagte Dr. Eberhard Veit, Vorstandssprecher der Festo AG. Erwin Pfister sieht in der Mechatronik einen Beruf mit Zukunft: "Die Robotik- und Automationsbranche hat im Jahr 2004 mit fünf Prozent Wachstum bei einem Branchenumsatz von 6,9 Mrd. Euro wesentlich stärker zugelegt als die gesamte Volkswirtschaft." Leider zeige die aktuelle Entwicklung in Deutschland ein eher abnehmendes Interesse an Schlüsselbereichen wie Naturwissenschaften, Informatik, Mathematik und Technik, so der Festo-Chef: "Das öffentliche Bewusstsein für die Zukunfts-Chancen im Bereich Technik muss weiter geschärft werden."
Die didacta, Europas größte Bildungsmesse, hat ihre Pforten noch bis Freitag, 5. März geöffnet. Alle wichtigen Anbieter aus dem Bildungsbereich sind hier vertreten. Renommierte Verlage, Marktführer im Bereich Soft- und Hardware und Medienproduzenten sind genauso vertreten wie Bildungseinrichtungen, Verbände sowie Einrichtungs- und Ausstattungsunternehmen. Die didacta wird von der Messe Stuttgart in Zusammenarbeit mit den ideellen Trägern - Deutscher Didacta Verband e.V., Darmstadt, und VdS Bildungsmedien e.V., Frankfurt - ausgerichtet.
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