Sprachdefizite bei Fünfjährigen

(bikl) Die neu konzipierte Schuleingangsuntersuchung in Baden-Württemberg hat erhebliche Sprachprobleme bei Fünfjährigen aufgedeckt. In dem Modellprojekt "Neukonzeption der Einschulungsuntersuchung" soll die Schulreife von Kindern künftig in einer zweistufigen Schuleingangsuntersuchung überprüft werden.

23.11.2006 Artikel
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Insgesamt wurden 1.386 Kinder von zehn baden-württembergischen Gesundheitsämtern untersucht. 51 Prozent der untersuchten Kinder waren Jungen, 49 Prozent Mädchen. Die Kinder waren zum Untersuchungszeitpunkt durchschnittlich fünf Jahre und drei Monate alt. Bisher waren Kinder bei der Schuleingangsuntersuchung im Durchschnitt sechs Jahre und zwei Monate alt.

Beim apparativen Sehtest, der auch zum Untersuchungsprogramm der neu konzipierten Einschulungsuntersuchung gehört, wiesen 30 Prozent der Kinder einen auffälligen Befund auf. "Nur bei einem kleineren Anteil dieser Kinder lagen Angaben über Sehprobleme im Elternfragebogen oder im gelben Untersuchungsheft vor", so die baden-württembergische Sozialministerin Dr. Monika Stolz.

In einem Teil des Sprachtests fielen 14,2 Prozent der untersuchten Kinder als förderbedürftig auf, bei weiteren 2,6 Prozent wurde sogar ein Therapiebedarf festgestellt. Werden bei den Sprachtests charakteristische Elemente der deutschen Sprache abgefragt (wie z.B. das Erkennen von Lauten oder Reimen), haben bis zu 25 Prozent der Kinder Förderbedarf und weitere 18 Prozent sogar Therapiebedarf.

Die 1.386 Kinder des Modellprojekts werden im nächsten Sommer erneut untersucht. Schwerpunkt sollen dabei mögliche gesundheitliche Einschränkungen der Schulfähigkeit sein. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob es Besserung bei möglicherweise zuvor diagnostizierten Defiziten gibt.


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  • Sozialministerium Baden-Württemberg

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