U3-Ausbau

Zu wenig Personal für Kinderkrippen

(red/pm) Ab 2013 haben Kinder von ihrem ersten Geburtstag an einen Rechtsanspruch auf Betreuung in einer Kindertageseinrichtung oder in der Tagespflege. Allerdings wird heftig darüber diskutiert, wie und ob dieser Anspruch überhaupt eingelöst werden kann. Eine jetzt vorgestellte Expertise belegt, dass es Personallücken geben wird. Deren Größe hängt allerdings stark von den landesspezifischen Gegebenheiten ab. Besondere Probleme werden in den westdeutschen Ländern erwartet.

16.07.2010 Artikel
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Die Autoren, Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts, und Dr. Matthias Schilling, wissenschaftlicher Leiter der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik an der Technischen Universität Dortmund, haben empirische Analysen und Modellrechnungen für den Personalbedarf in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege für die Jahre 2013, 2015 und 2017 für alle 16 Bundesländer vorgenommen.

Deutlich wird dabei: Die Länder in Ostdeutschland werden eher mit einem Personalüberhang konfrontiert sein. Hingegen müssen Niedersachsen, Hessen, Saarland, Bremen und Schleswig-Holstein voraussichtlich mit einer (deutlich unterschiedlich ausfallenden) Personallücke rechnen. Weitaus schwieriger wird sich in jedem Fall die Personalfrage in der westdeutschen Kindertagespflege gestalten. Hier werden bis 2013 zusätzlich 32 000 Tagespflegepersonen benötigt.

Rauschenbach und Schilling zeigen allerdings auch auf, dass den politisch Verantwortlichen durchaus Strategien zur Verfügung stehen, um einem drohenden Personalnotstand zu begegnen, ohne am Ende auf unzulänglich oder nicht qualifiziertes Personal zurückgreifen zu müssen. So könnten etwa die Ausbildungskapazitäten an Fachschulen und Hochschulen gesteigert, in die Qualifizierung zusätzlicher Tagespflegepersonen investiert oder das Ausbildungspotenzial angrenzender Länder genutzt werden.


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Weiterführende Links

  • Kurzversion der Expertise: Droht ein Personalnotstand? Der U3-Ausbau und seine personellen Folgen"

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